Vergleich: Canon EF-S 18-55 und EF-S 10-22

Oft gerate ich beim Fotografieren in Situationen, in denen ich gerne noch etwas mehr aufs Bild bekommen würde, aber nicht weiter zurückgehen kann. Das Standard-Kit-Objektiv bei der EOS von Canon ist das EF-S 18-55mm, also sind ohne zusätzlichen Objektivkauf 18mm die geringste Brennweite, weiter rauszoomen geht nicht. Heute ist das EF-S 10-22mm angekommen, das ich bestellt habe, und ich habe zum Vergleich ein paar Testfotos gemacht. Die Fotos an sich sind furchtbar, aber es geht ja nur um den Vergleich.

Alle Fotos wurden mit der EOS 400D aufgenommen, immer vom selben Standpunkt aus.

Marienplatz, 18mm, f3,5, 1/1250, ISO 100

Marienplatz, 10mm, f3,5, 1/1600, ISO 100

Rosenstraße, 18mm, f3,5, 1/400, ISO 100

Rosenstraße, 10mm, f3,5, 1/400, ISO 100

Stachus, 18mm, f3,5, 1/1600, ISO 100

Stachus, 10mm, f3,5, 1/1600, ISO 100

Bisher bin ich begeistert von dem immens großen Ausschnitt, den man mit dem EF-S 10-22mm wählen kann. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen. Für die Aufnahme von ausgedehnten Landschaften oder Fotos in engen Räumen scheint das Objektiv aber sehr gut geeignet zu sein.

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Fantastische Fundstücke (3)

Timelapse Landscapes: Volume Two

Ich habe schon einige Landschafts-Timelapsevideos gesehen, aber das hier toppt alles. Unbedingt in HD und Vollbild anschauen.

Introducing the iPhone

Aus gegebenem Anlass ist es schön, sich heute nochmal die iPhone-Keynote von 2007 anzusehen. Und natürlich auch Steve Jobs’ Stanford Commencement Adress, die sowieso schon das Netz rauf und runter läuft.

Und dieser alte Werbespot hat auch Gänsehaut-Potential.

Fantastic Dubstep

Hat inzwischen wahrscheinlich auch schon fast jeder gesehen, aber die Körperbeherrschung ist so fantastisch, dass man sich das auch zweimal ansehen kann.

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Apples neues iPhone erfüllt nicht die Erwartungen

Apple hat heute Abend sein neues iPhone vorgestellt. Nach tausenden Gerüchten war eigentlich alles möglich: Ein iPhone 5 mit neuem Design und größerem Display, ein High-End-iPhone 5 und ein billiges iPhone 4 oder ein verbessertes iPhone 4S im selben Design (was es dann auch wurde).

Das iPhone 4S macht dem iPhone 4 gegenüber einen großen Sprung. Die Kamera kommt mit 8 Megapixel daher, intelligentem Fokus, Fünf-Linsen-System und ist schneller startbereit als je zuvor. Die Netzqualität und Datenübertragung wurde gesteigert. Der Akku hält länger.

Das spektakulärste Feature ist aber wohl die Spracherkennungssoftware “Siri”, die auch in Deutsch funktionieren soll und mit Befehlen wie “Stelle meinen Wecker auf sieben Uhr” und “Wie viel sind 45 Euro in Doller?” klarkommt. Wie auch beim iPad bedient sich Apple eines bereits bekannten Produkts und versucht es, durch Weiterentwicklung und bessere Funktionalität massentauglich zu machen. Alle anderen neuen Features aus iOS 5 waren weitgehend schon bekannt.

Keine Frage: Die technischen Features des iPhone 4S sind fantastisch. Aber die Vorstellung heute war nicht so revolutionär, wie man es 16 Monate nach dem iPhone 4 erwartet hätte. Das iPhone 4 war spektakulär, insbesondere mit seinem Retina-Display, der zweiten Kamera und dem komplett überarbeiteten Design. Das iPhone 4S ist nur eine nötige Weiterentwicklung, die andere Handyhersteller bereits vollzogen haben (bis auf die Spracherkennung vielleicht).

Das ist insbesondere schade für Tim Cook, dessen Premiere als Keynote-Halter damit eher als Enttäuschung in den Köpfen der Fans bleibt. Nachdem Apples letzte größere Ankündigung, das iPad 2, ebenfalls hauptsächlich nur eine technische Weiterentwicklung war und MacOSX Lion zwar einige Neuerungen mit sich brachte, als Software-Update aber traditionell auch nicht so sehr spektakulär ist, wurden gerade heute Abend große Erwartungen in Apple gesteckt.

Apple hat ein großartiges Produkt vorgestellt, aber diese Erwartungen nicht erfüllt.

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Facebook und seine neuen Änderungen

Ich habe ein wenig Angst vor den kommenden Wochen, wenn Facebook schrittweise seine neuen Features implementiert. Vor allem vor dem Tag, an dem die Timeline für alle online geht. Ich habe Angst vor Ketten-Statusmeldungen á la “Facebook will dein ganzes Leben, klicke hier und hier, blockiere hier und verbreite das weiter”. Ich habe Angst vor panischen und wütenden Nutzern, die sich nicht die Zeit nehmen, um das neue Profil zu erforschen. Und ich habe Angst davor, dass all das die Einführung dieses fantastischen neuen Profils überschattet.

Seit etwa einer Woche benutze ich das neue Profil und bin bisher begeistert. Ich werde hier kurz darlegen, was mich daran so begeistert, und dann auch auf Probleme und Bedenken eingehen. Übrigens rate ich jedem, das neue Profil schon jetzt zu aktivieren und sich damit vertraut zu machen. Das verringert vielleicht die Panik beim Launch.

Das neue Profil mit seinem grandiosen Titelbild

So sieht meine Timeline momentan aus. Das Killer-Feature ist das neue Titelbild, das man zusätzlich zum Profilbild einstellen kann. Man kann es auch weglassen, aber das fände ich sehr, sehr schade. Es gibt jedem die Möglichkeit, ein besonders schönes, interessantes oder spannendes Foto zu präsentieren und dieses natürlich regelmäßig zu wechseln. Es gibt auch Platz für kreativere Ideen: Warum nicht eine Fotocollage mit dem hellblauen Hintergrund basteln, die sich nahtlos in die Seite einfügt? Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Unter dem Abschnitt mit Titelbild, Profilbild und den üblichen Informationen beginnt die eigentliche Timeline. Mit der chronologischen Übersicht rechts vom Titelbild kann ich in ein beliebiges Jahr, in einen beliebigen Monat springen und sehe dort alles: Alle Statusmeldungen, die ich gepostet habe, welche neuen Freunde mich hinzugefügt haben, welche Fotos ich veröffentlicht habe. Sowohl bei sich als auch bei anderen hat man Zugriff auf das gesamte Facebook-Leben. An jeder Stelle der Timeline lassen sich außerdem Meldungen oder Fotos ergänzen, wenn man etwa ein wichtiges Ereignis zu posten vergessen hat.

Eine Reise, die ist lustig – und auf Facebook schön anzusehen

Es gibt neue Arten von Meldungen, die sich posten lassen. Zum Beispiel, dass man auf Reisen war. Man kann den Ort der Reise angeben, das Datum, mit wem man dort war und ein Foto von der Reise. Darüber hinaus gibt es viele andere neue Meldungstypen: Wurde operiert, Knochen gebrochen (welchen?), Sprache gelernt, Führerschein erhalten, umgezogen, Haustier erhalten, geliebten Menschen verloren. Wer ein anderes Ereignis posten will, kann das auch benutzerdefiniert tun: Erste Wiesn-Maß zum Beispiel.

Besonders Schönes und Wichtiges lässt sich breit anzeigen

Alle Meldungen und Fotos lassen sich in dem sonst zweispaltigen Layout auch über die volle Breite anzeigen. So kann man einzelnen Ereignissen einen besonderen Platz einräumen, etwa einem besonders schönen Foto oder einer Statusmeldung mit vielen netten Kommentaren. Das ansonsten zweispaltige und im Zickzack zu lesende Layout ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr angenehm anzuschauen und gut zum Stöbern.

Alle wichtigen Lebensereignisse sind automatisch angelegt: Geburt, Beginn einer Arbeit, Geburt von Schwester oder Bruder. Alle können mit einem Foto versehen werden. Ich habe von meiner Geburt noch kein Bild eingefügt, weil ich hier noch Hemmungen habe. Warum, kann ich selbst nicht genau sagen. Alle anderen Ereignisse habe ich komplettiert.

Zum Arbeitsbeginn ein Foto mit den Kollegen

Das alte Profil kommt mir mittlerweile furchtbar hässlich und beschränkt vor. Die neue Timeline gibt mir die Möglichkeit, mein Leben so darzustellen, wie ich es will, nicht bloß als Ansammlung der neuesten Statusmeldungen und Fotos.

Und genau darauf kommt es an: auf Selbstbestimmung. Facebook ist gerade mit seiner neuen Abonnieren-Funktion nicht gerade einfacher in seiner Nutzung geworden, zugegeben. Allerdings verbringt jeder Nutzer im Schnitt so viel Zeit auf der Plattform, dass es nicht zu viel verlangt sein kann, sich auch mal ein paar Minuten mit diesen Funktionen und eventuellen Problemen zu beschäftigen. Und vor allem damit, ob die Ketten-Statusmeldung, die man kopieren soll, auch Sinn macht oder nicht doch Quatsch ist und für noch viel größere Verwirrung sorgt.

Die neue Timeline wird vielen Nutzern verständlicherweise Angst machen. Das ganze Leben, immer online, in jedes beliebige Jahr, auf jeden beliebigen Tag zurückverfolgbar? Gruselig. Aber: Das Netz ist, was ihr draus macht. Niemand muss mitspielen. Jeder Nutzer sollte sorgfältig auswählen, was er veröffentlicht und für wen er es veröffentlicht. Die Möglichkeiten, Inhalte auf den Freundeskreis zu beschränken, sind auf Facebook ziemlich gut. Wenn ich das System verstanden habe, kann ich sehr genau festlegen, wer was zu sehen bekommt. Und im Zweifel sollte man sich überlegen, ob vielleicht nicht doch eine private Nachricht angebrachter wäre oder ob das Foto, auf dem man nach der achten Maß über die Biertische reihert, wirklich ins Internet gehört.

Probleme sehe ich bei jüngeren Nutzern. Wenn Zwölfjährige mit Foto-Smartphone und Facebook-Account ausgestattet sind, finden da sicher nicht nur wohlüberlegt ausgewählte Inhalte den Weg ins Netz. Die Eltern kennen sich meist weit weniger gut aus und können auch keine Hilfe geben. Irgendwann, wenn die Nutzer älter sind, werden sie alte Meldungen lesen und wahrscheinlich peinlich finden. Ist aber auch kein Problem, lässt sich ja löschen.

“Facebook will mein ganzes Leben”, so lautet ein oft gehörter Vorwurf. Ja, vielleicht will es das. Aber wollen es meine Freunde nicht noch viel mehr? Was könnte interessanter sein, als stundenlang in der Vergangenheit eines Freundes herumzustöbern? Facebook erfüllt unsere Bedürfnisse. Es stellt uns zum Nulltarif riesige Mengen an Speicher zur Verfügung, eine schicke und schnelle Oberfläche, ein fantastisches Kommunikationsinstrument. Und wir können sehr gut selbst bestimmen, was wir Facebook dafür geben wollen und was nicht. Wer das verinnerlicht hat, wird mit dem neuen Facebook viel Spaß haben.

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