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	<title>Moritz Homann - Gesellschaftskritik, Internet und der ganz normale Alltag - MoritzHomann.de &#187; Medien</title>
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	<description>Gedanken und Erlebnisse von Moritz Homann.</description>
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		<title>Von wegen Medienkrise</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 18:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn mich jemand nach dem Zustand der deutschen Printmedien fragen würde, würde ich eigentlich sowas sagen wie &#8220;Ja, rosig siehts nicht aus, glaube alle Zeitungen müssen Auflage einbüßen, bis auf die ZEIT; da geht eben viel ins Internet, es geht schon bergab insgesamt&#8221;.
Jetzt habe ich mir heute mal mehr oder weniger zufällig die IVW-Zahlen der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn mich jemand nach dem Zustand der deutschen Printmedien fragen würde, würde ich eigentlich sowas sagen wie &#8220;Ja, rosig siehts nicht aus, glaube alle Zeitungen müssen Auflage einbüßen, bis auf die ZEIT; da geht eben viel ins Internet, es geht schon bergab insgesamt&#8221;.</p>
<p>Jetzt habe ich mir heute mal mehr oder weniger zufällig die IVW-Zahlen der großen Zeitungen der letzten Jahre angesehen. Von Krise keine Spur.</p>
<p>Beim Anklicken der Grafiken geht es zur entsprechenden Kurve.</p>
<p><strong>Süddeutsche Zeitung</strong></p>
<p><a href="http://meedia.de/typo3conf/ext/m2analyzer/analyzer/graph.php?time=5&amp;category=2&amp;titel=141"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/medien_sz.jpg" alt="Süddeutsche Zeitung" /></a></p>
<p>Hält seine Auflage konstant. Konnte in den vergangenen fünf Jahren sogar einen Zuwachs um drei Prozent verbuchen.</p>
<p><strong>Welt am Sonntag</strong></p>
<p><a href="http://meedia.de/typo3conf/ext/m2analyzer/analyzer/graph.php?time=5&amp;category=2&amp;titel=164"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/medien_wams.jpg" alt="Welt am Sonntag" /></a></p>
<p>Hat in den vergangenen zwölf Monaten zwar ein Prozent Auflage verloren, blieb in den vergangenen fünf Jahren jedoch konstant.</p>
<p><strong>Die ZEIT</strong></p>
<p><a href="http://meedia.de/typo3conf/ext/m2analyzer/analyzer/graph.php?time=5&amp;category=2&amp;titel=184"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/medien_zeit.jpg" alt="Die ZEIT" /></a></p>
<p>Vorzeigeprodukt der Branche. In den vergangenen zwölf Monaten vier Prozent Zuwachs, in den vergangenen fünf Jahren sogar zehn Prozent. Verkauft heute mehr Exemplare als jemals zuvor.</p>
<p><strong>Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung</strong></p>
<p><a href="http://meedia.de/typo3conf/ext/m2analyzer/analyzer/graph.php?time=5&amp;category=2&amp;titel=165"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/medien_fazsonntag.jpg" alt="FAZ am Sonntag" /></a></p>
<p>Noch größeres Wachstum als die &#8220;ZEIT&#8221;. In den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls vier Prozent, in den verganenen fünf Jahren satte 20 Prozent.</p>
<p><strong>BILD</strong></p>
<p><a href="http://meedia.de/typo3conf/ext/m2analyzer/analyzer/graph.php?time=5&amp;category=2&amp;titel=152"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/medien_bild.jpg" alt="BILD" /></a></p>
<p>Da haben wir den Verlierer! Fünf Prozent in den vergangenen zwölf Monaten eingebüßt, 17 Prozent in den verganenen fünf Jahren.</p>
<p>Aber ganz ehrlich: So richtig traurig ist das auch nicht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>In dubio pro Tauss</title>
		<link>http://www.moritzhomann.de/2009/06/25/in-dubio-pro-tauss/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 06:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe die ganze Kinderpornographie-Tauss-Piraten-Geschichte die letzten Tage und Wochen eher am Rande verfolgt, aber doch intensiv genug, um mich über einen Artikel der heutigen ZEIT aufregen zu können. Unter der Überschrift &#8220;Ein neuer Pirat&#8221; geht es um Tauss&#8217; Wechsel zur Piratenpartei. Der Artikel fängt bereits äußerst tendenziös an:
Stellen wir uns vor, ein CDU-Mitglied, bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die ganze Kinderpornographie-Tauss-Piraten-Geschichte die letzten Tage und Wochen eher am Rande verfolgt, aber doch intensiv genug, um mich über einen Artikel der heutigen ZEIT aufregen zu können. Unter der Überschrift &#8220;Ein neuer Pirat&#8221; geht es um Tauss&#8217; Wechsel zur Piratenpartei. Der Artikel fängt bereits äußerst tendenziös an:</p>
<blockquote><p>Stellen wir uns vor, ein CDU-Mitglied, bei dem kurz zuvor rassistische Schriften gefunden wurden, möchte zur SPD wechseln. Würden die Sozialdemokraten ihn als &#8220;aufrechten Demokraten&#8221; umgehend &#8220;herzlich Willkommen&#8221; heißen? Und darauf hinweisen, dass die Partei &#8220;keinen Anlass habe, an seiner Unschuld und moralischen Integrität zu zweifeln, solange keine Verurteilung erfolgt?&#8221;</p></blockquote>
<p>Durch den ganzen Artikel hinweg geht der Autor eigentlich davon aus, dass Tauss schuldig sein muss. Weiter geht es so:</p>
<blockquote><p>Für die Piraten sind die Ermittlungen kein Grund, Abstand zu Tauss zu wahren. Im Gegenteil.</p></blockquote>
<p>Wieso sollten sie auch Abstand wahren, solange Tauss nicht nachgewiesen worden ist, dass er sich das bei ihm gefundene kinderpornografische Material nicht für Arbeitszwecke verwendet hat? Ich will mich an keiner der Verschwörungstheorien beteiligen, dass Tauss &#8220;mundtot&#8221; gemacht werden sollte, aber es gilt doch noch immer: Im Zweifel für den Angeklagten. Und das heißt, dass es keine Rechtfertigung gibt, einen solch vorverurteilenden Artikel über ihn zu schreiben.</p>
<p>Der Hammer ist aber der Schluss, in dem neben Tauss auch direkt die ganze Web-Community abgekanzelt wird:</p>
<blockquote><p>Schließlich finden sich unter seinen Netz-Sympathisanten auch noch jene, die das Sammeln von Kinderpornografie für eine &#8220;Lappalie&#8221; halten &#8211; oder gleich für eine &#8220;sozial kompatible Art&#8221;, um &#8220;seine Triebe zu kanalisieren&#8221;. Jede Gemeinde sucht sich den Helden, den sie verdient.</p></blockquote>
<p>Wahnsinn. In einem kleinen Artikel Tauss für schuldig erklärt, die Piratenpartei als lächerlich hingestellt und die ganze Webgemeinde als Kinderporno-Fans beschrieben. Da kann sich ernsthaft niemand mehr wundern, dass das mit dem Dialog zwischen Webgesellschaft und Internetausdruckern nicht so recht funktioniert.</p>
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		<title>Pforzheim &#8211; ein Kurzfilm</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 09:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich hatte ich mit Filmen nie wirklich viel am Hut, das begann so vor zwei Jahren, als ich mich von Berufswegen her damit auseinandersetzen musste. Und wie das so ist, entwickelt man dann doch eine gewisse Begeisterung dafür.
Jedenfalls reizte mich die Idee, abseits vom Videojournalismus mal etwas anderes zu machen, dennoch ungezwungen und nicht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte ich mit Filmen nie wirklich viel am Hut, das begann so vor zwei Jahren, als ich mich von Berufswegen her damit auseinandersetzen musste. Und wie das so ist, entwickelt man dann doch eine gewisse Begeisterung dafür.</p>
<p>Jedenfalls reizte mich die Idee, abseits vom Videojournalismus mal etwas anderes zu machen, dennoch ungezwungen und nicht zu aufwändig. Und so entstand dieser Kurzfilm mit Szenen aus Pforzheim, den ich euch nicht vorenthalten will.</p>
<p>(Ich empfehle, das <a href="http://vimeo.com/5221165">Video direkt auf Vimeo anzusehen</a> &#8211; ist größer.)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="510" height="287" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5221165&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="510" height="287" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5221165&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/5221165">Pforzheim &#8211; The Golden City</a> from <a href="http://vimeo.com/moritzhomann">Moritz Homann</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Die Aufnahmen entstanden zusammen mit Fabian Reinhardt, dazu noch ein paar Making-Of-Fotos:</p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/pffilm01.jpg"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/pffilm01_sm.jpg" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/pffilm02.jpg"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/pffilm02_sm.jpg" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/pffilm03.jpg"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/pffilm03_sm.jpg" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/pffilm04.jpg"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/pffilm04_sm.jpg" alt="" /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/pffilm05.jpg"><img style="border:none;" src="http://www.moritzhomann.de/pffilm05_sm.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Viel Spaß damit.</p>
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		<title>Klauen is nich</title>
		<link>http://www.moritzhomann.de/2009/06/20/klauen-is-nich/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 05:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bezahle für meine Musik. Sowohl für die, die ich auflege, als auch für die, die ich privat höre. Ich zahle sogar für meine Software, für Updates, den ganzen Kram. Damit scheine ich in der hippen Web-2.0-Gesellschaft ein ziemlicher Exot zu sein. Bekannte erzählen mir mit Begeisterung von Websites wie musicloud.fm, über die sich kostenlos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bezahle für meine Musik. Sowohl für die, die ich auflege, als auch für die, die ich privat höre. Ich zahle sogar für meine Software, für Updates, den ganzen Kram. Damit scheine ich in der hippen Web-2.0-Gesellschaft ein ziemlicher Exot zu sein. Bekannte erzählen mir mit Begeisterung von Websites wie <a href="http://musicloud.fm/">musicloud.fm</a>, über die sich kostenlos in Sekundenschnelle nahezu jedes jemals erschienene Musikstück herunterladen lässt. Einige meinen sogar, das sei legal, weil das Portal seine Medien über andere Netzportale bezieht.<span id="more-391"></span></p>
<p>Fakt ist: Wenn ich im Netz an etwas kostenlos komme, das im Laden Geld kostet, ist das illegal. Außer, es ist vom Urheber ausdrücklich so gewünscht. Nun geben sich manche Webaktivisten dem Wunschtraum hin, im Internet solle doch das Urheberrecht aufgehoben oder zumindest nicht so streng gehandhabt werden wie in der echten Welt. Nur, weil sich Bücher, Musik und Videos in ein digitales Format wandeln lassen, sollen sie ihren Wert verlieren. Auch die Piratenpartei ist dafür, das &#8220;nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern&#8221;.</p>
<p>Die Kultur des Teilens von freien Werken im Netz ist großartig, keine Frage. Jeder, der will, kann Kurzfilme drehen, Texte schreiben, Musik komponieren, und sie der ganzen Welt zur Verfügung stellen. Kostenlos. Wenn sich aber Teams von Softwareprogrammierern, Spieleentwicklern, Produzenten oder ganze Filmcrews hinsetzen und große Werke produzieren, dann haben diese Werke einen Wert. Wie soll ein Film refinanziert werden, wenn er abseits sinkender Kinoeinnahmen von jedem kostenlos heruntergeladen und daheim angesehen werden kann? Wovon soll ein Softwareentwickler seine Miete bezahlen, wenn sein Produkt nichts wert ist? Laut der Piratenpartei gibt es &#8220;eine Vielzahl von innovativen Geschäftskonzepten&#8221;, wie sich das beheben ließe. Und welche sind das? Auf solche &#8220;Geschäftskonzepte&#8221; wartet etwa der Onlinejournalismus bis heute.</p>
<p>Nicht zuletzt geht eine gewisse Wertschätzung verloren. Wenn ich etwa auf ein Notebook spare, dann fühle ich Monate vor dem Kauf die Vorfreude, kann den Tag kaum erwarten, das Gerät in Händen zu halten, zu berühren, anzuschalten, zu benutzen. Wieso sollte das bei Film, Musik und Software anders sein? Nur, weil ich Dateien nicht anfassen kann? Nein, auch digitale Medien müssen einen Wert haben. Wer seine Musik liebt und sich von Filmen mitreißen lässt, der bezahlt dafür.</p>
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		<title>Wenn die Distanz schmilzt</title>
		<link>http://www.moritzhomann.de/2009/03/11/wenn-die-distanz-schmilzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 20:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Winnenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mittwoch, er wird unerwartet stressig. Wenn 70 Kilometer von hier ein Amoklauf geschieht, bei dem 16 Menschen sterben, dann interessiert das nicht nur Spiegel Online und ntv, sondern auch unsere kleine Lokal-Plattform. &#8220;Hey, da gabs einen Amoklauf in Baden-Württemberg&#8221;, so geht es um kurz vor 11 los. Dann: Meldet dpa schon was? Ja, also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mittwoch, er wird unerwartet stressig. Wenn 70 Kilometer von hier ein Amoklauf geschieht, bei dem 16 Menschen sterben, dann interessiert das nicht nur Spiegel Online und ntv, sondern auch unsere kleine Lokal-Plattform. &#8220;Hey, da gabs einen Amoklauf in Baden-Württemberg&#8221;, so geht es um kurz vor 11 los. Dann: Meldet dpa schon was? Ja, also drauf damit auf die Homepage. Wieviele Opfer? Mindestens eins, möglicherweise zwei, alles ist unklar. Bilder gibt es noch keine, Symbolbilder zu einem Amoklauf sind ein Unding, also ohne Bild.<span id="more-309"></span></p>
<p>Die Opferzahl steigt, neun Menschen sind tot, dann sind es plötzlich 15. Der Täter ist auf der Flucht in die Innenstadt, Winnenden muss sich im Ausnahmezustand befinden, aber für Nachdenken bleibt keine Zeit. Die ersten Bilder sind da, auswählen, zuschneiden, reinsetzen. Den Rest zu einer Bildergalerie verarbeiten, dazustellen. Der Täter ist tot. Selbstmord oder von der Polizei erschossen? Widersprüchliche Meldungen. Abwarten, aktualisieren, Überschrift ändern, neues Bild, wieder und wieder. Die Opfer haben keine Namen, sie sind eine einzige Zahl, man ist so nah dran und gleichzeitig so weit weg.</p>
<p>Telefonieren mit der Korrespondentin vor Ort, aufzeichnen, schneiden, bebildern, nachvertonen, als Video exportieren, hochladen, einstellen. Gerade fertig, gibt es einen Drohanruf an einer Pforzheimer Schule. Nachfragen, zusammenfassen, schreiben, einstellen, mit Archivmaterial versehen, Bild suchen, beschneiden, einstellen. Am Nachmittag wird es langsam ruhiger. Die hiesige Polizei hat Interventionstrupps gebildet, falls sich das Geschehen nach Pforzheim verlagern sollte, falls Tim K. hierher kommt. Man wird nachdenklich.</p>
<p>Zuhause angekommen, den Fernseher eingeschaltet, die ersten Bewegtbilder flimmern über den Schirm. Entsetzte Eltern, verstörte Kinder, um Betroffenheit bemühte Politiker. Brennende Kerzen in der Dunkelheit. Zeit zum Nachdenken. Betroffene bekommen Gesichter und Stimmen. Zeit zum Nachdenken. Was, wenn das hier passiert? Die Distanz schmilzt.</p>
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		<title>BILD dir deine Zukunft</title>
		<link>http://www.moritzhomann.de/2009/03/04/bild-dir-deine-zukunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 20:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Müller-Vogg]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wenn &#8220;Bild&#8221;-Kolumnist Hugo-Müller Vogg ein Buch schreibt, ist das für sich genommen schon eine mittlere Katastrophe. Wenn er sich dabei auch noch in der Wahrsagerei versucht, kommt offenbar ein Super-GAU dabei raus. Anders ist sein Buch &#8220;Volksrepublik Deutschland &#8211; &#8216;Drehbuch&#8217; für die rot-rot-grüne Wende&#8221; nicht zu erklären. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.moritzhomann.de/vr_deutschland.jpg" alt="Volksrepublik Deutschland" /></p>
<p>Wenn &#8220;Bild&#8221;-Kolumnist Hugo-Müller Vogg ein Buch schreibt, ist das für sich genommen schon eine mittlere Katastrophe. Wenn er sich dabei auch noch in der Wahrsagerei versucht, kommt offenbar ein Super-GAU dabei raus. Anders ist <a href="http://www.spiegel.de/video/video-54303.html">sein Buch &#8220;Volksrepublik Deutschland &#8211; &#8216;Drehbuch&#8217; für die rot-rot-grüne Wende&#8221;</a> nicht zu erklären. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es sich um einen verspäteten Beitrag zum politischen Aschermittwoch handelt.<span id="more-306"></span></p>
<p>Müller-Vogg hat sich hingesetzt und sich ausgemalt, wie wohl die Zeit nach der Bundestagswahl 2009 aussehen könnte. Dabei ist er darauf gekommen, dass es wahrscheinlich eine Fortsetzung der großen Koalition geben wird. Die SPD wird diese dann wahrscheinlich brechen, um in einem rot-rot-grünen Bündnis zu regieren und die &#8220;Volksrepublik Deutschland&#8221; auszurufen. &#8220;Das bedeutet weniger Wachstum, mehr Gleichheit, weniger Wohlstand&#8221;, sagt Müller-Vogg in die Kamera. Den Menschen kann das aber egal sein, weil die Erde bis dahin wahrscheinlich sowieso von kleinen, grünen Männchen übernommen worden ist. Oder besser, von kleinen roten Männchen.</p>
<p>A propos kleine rote Männchen &#8211; dicken Respekt für Gregor Gysi, der bei der Präsentation des Buches auch zugegen war. Verschiedene Politiker setzen sich ernsthaft mit Müllers an den Haaren herbeigezogener Vorhersage auseinander. Das muss eine Menge Selbstbeherrschung erfordern, da nicht durchzudrehen oder sich vor Lachen auf dem Boden zu wälzen.</p>
<p>Dass das Buch offenbar kein verspäteter Faschings- noch ein verfrühter Aprilscherz ist, lässt die Tatsache vermuten, dass man es <a href="http://www.amazon.de/Volksrepublik-Deutschland-Hugo-M%C3%BCller-Vogg/dp/3789283045/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1236198745&amp;sr=8-1">kaufen kann</a>. Noch schlimmer: Das Buch steht auf Platz 491 in der Amazon-Bestsellerliste. Bleibt nur zu hoffen, dass es das begreifen, was es offensichtlich ist &#8211; ein Witzbuch.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Hassliebe des SPIEGEL</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 22:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heute hätte ich 3,70 Euro sparen können. Nein, nicht an der Snackbar, sondern am Kiosk. Normalerweise entscheide ich samstags aufgrund des SPIEGEL-Titels, ob ich ihn mir am Montag kaufe oder nicht. So auch diesen Samstag. &#8220;Fremde Freunde&#8221;, Social Networks, was der SPIEGEL dazu zu sagen hat, interessiert mich. Schließlich hat das Magazin schon früher gezeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.moritzhomann.de/fremdefreunde.jpg" alt="SPIEGEL Fremde Freunde" /></p>
<p>Heute hätte ich 3,70 Euro sparen können. Nein, nicht an der Snackbar, sondern am Kiosk. Normalerweise entscheide ich samstags aufgrund des SPIEGEL-Titels, ob ich ihn mir am Montag kaufe oder nicht. So auch diesen Samstag. &#8220;Fremde Freunde&#8221;, Social Networks, was der SPIEGEL dazu zu sagen hat, interessiert mich. Schließlich hat das Magazin schon früher gezeigt, dass man hier bei Internet-Themen vorsichtig sein sollte (ich erinnere an die &#8220;Beta-Blogger&#8221;).<span id="more-304"></span></p>
<p>Eigentlich lohnt es sich gar nicht, den Artikel en detail auseinanderzunehmen, das hat <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2060">Thomas Knüwer nämlich schon getan</a> (nur zu empfehlen). Nur so viel: Nach der Lektüre wusste ich in etwa so viel wie vorher, hab mich aber selten bei einem SPIEGEL-Text so weit vom Thema entfernt gefühlt. Von ein paar kleinen Einschüben abgesehen basiert der Artikel offenbar auf dem Wissen der Autoren, und woher sie das nehmen, weiß der Teufel. Einige Fakten tauchen ohne Quelle auf.</p>
<p>Der Artikel hätte auch genau in die andere Richtung geschrieben werden können. An auskunftbereiten, begeisterten Nutzern sozialer Netzwerke dürfte es kaum fehlen. Auch ließen sich mit Sicherheit &#8220;Forscher&#8221; und Psychologen finden, die solche Online-Netzwerke befürworten. Ich stehe diesen Netzwerken selbst kritisch gegenüber, aber wiedergefunden habe ich mich in dem Text nicht wirklich. Die ewige Das-Internet-ist-schlecht-und-voller-Pädophiler-Keule nervt fürchterlich.</p>
<p>Was jedoch auffällt, ist die seltsame Doppelmoral. Im Print-SPIEGEL wird Twitter als Plattform mit &#8220;Trivialitäten und Peinlichkeiten&#8221; beschrieben, auf SPIEGEL Online wird mit mehreren Twitter-Nachrichtenaccounts geworben. Vielleicht wurmt es den SPIEGEL auch einfach, dass er im Gegensatz zu Holtzbrinck und RTL kein Social Network abbekommen hat?</p>
<p>Wer weiß das schon. Fest steht: Viele Menschen finden den SPIEGEL mittlerweile unsachlich. Außerdem kaufen auch einige Kinderschänder das Nachrichtenmagazin regelmäßig. Eine Mehrheit der 18- bis 60-Jährigen findet sogar, dem Heft fehlt es an Ausgewogenheit. Woher ich das weiß? Tja.</p>
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