15.07.2009 -
20:29 von
Moritz Homann in
Internet.
Bis vor kurzem war ich begeisterter Nutzer von Eventbox, ein Mac-Programm, das verschiedene Funktionen/Plattformen wie Twitter, Facebook, RSS-Feeds, Flickr usw. vereint. Vor einigen Tagen habe ich allerdings testweise aufgehört, Eventbox zu verwenden, und bin auf separate Apps für Twitter und Feeds umgestiegen, nämlich Nambu und NetNewsWire.
Der eindeutige Vorteil: Man ist nicht mehr so abgelenkt. Ich kann mir selbst psychologisch sagen: Jetzt schreibe ich sinnlose Kurznachrichten und jetzt lese ich Blogs. Die Ablenkungsgefahr ist nicht so groß. Mit NetNewsWire bin ich auch echt zufrieden, bald soll das Programm auch eine Sync-Funktion für den Google Reader bekommen. Einziges Manko (wenn man das als Manko sehen will): Feeds werden automatisch maximal im Halbstunden-Takt abgerufen. Ansonsten muss manuell aktualisiert werden.
Mit Nambu bin ich noch nicht so ganz glücklich. Ich habe so ziemlich jeden Twitter-Client ausprobiert, davon hat mir Nambu noch am besten gefallen, aber auch das passt nicht perfekt. Vielleicht werde ich Eventbox künftig als reinen Twitter-Client nutzen, denn so schlecht ist das wirklich nicht.
0 Kommentare
25.06.2009 -
21:04 von
Moritz Homann in
Internet.
Nein, ganz so euphorisch kann man leider nicht sein. Ursprünglich wurde dieser Artikel mit etwas wie “IVW beerdigt Page Impressions” überschrieben, das hat sich mittlerweile aber in ein zurückhaltendes “IVW schränkt Relevanz von Page Impressions ein” geändert. Und das auch erst ab 2010.
Hä, Page Impressions? Page Impressions ist die noch immer wichtigste Währung insbesondere bei Online-Nachrichtenportalen. Jeder Seitenaufruf zählt als eine Page Impression. Wenn ein Besucher also 10mal auf einer Website Unterseiten aufruft, sind das 10 Page Impressions. Große Online-Vermarktungsbüros wie etwa OMS, der Werbevermittlungs-Marktführer für kleinere und größere Zeitungsportale, bezahlt nach Anzahl der Page Impressions, die ein Portal generieren kann.
Um eine möglichst hohe Anzahl Page Impressions zu erreichen, lassen sich Nachrichtenwebsites deshalb allen möglichen Unsinn einfallen. Klickstrecken wie “Die 100 attraktivsten Frauen”, “Die 14 Waffen des Täters im Detail” oder auch “Die schönsten Zahlen” (taz.de, unvergessen). Wenn Page Impressions künftig als ausschlaggebende Größe für Werbung an Relevanz verlieren, bleibt uns solcher Schwachsinn künftig vielleicht erspart.
Das dürfte aber noch ein Weilchen dauern, vor allem, weil zunächst nur einmal geplant ist, die IVW-Ausweisung der Page Impressions nicht ganz so offensichtlich zu machen. Wenn aber die PI an Bedeutung verlieren und der Unique User etwa (jeder Nutzer wird nur einmal gezählt) wichtiger wird, müssen sich Zeitungsportale nicht mehr überlegen, wie sie einen Nutzer dazu bringen, möglichst viel zu klicken, sondern wie sie ihn dazu bringen, möglichst regelmäßig auf die Seite zu kommen – und das geht am besten mit gleichmäßig hoher Qualität.
0 Kommentare
Ich bezahle für meine Musik. Sowohl für die, die ich auflege, als auch für die, die ich privat höre. Ich zahle sogar für meine Software, für Updates, den ganzen Kram. Damit scheine ich in der hippen Web-2.0-Gesellschaft ein ziemlicher Exot zu sein. Bekannte erzählen mir mit Begeisterung von Websites wie musicloud.fm, über die sich kostenlos in Sekundenschnelle nahezu jedes jemals erschienene Musikstück herunterladen lässt. Einige meinen sogar, das sei legal, weil das Portal seine Medien über andere Netzportale bezieht. weiterlesen »
2 Kommentare
Eigentlich sollte man meinen, wenn ich mich nach so langer Pause wieder zurückmelde, muss es doch um den gestrigen Gesetzesbeschluss der Sperrung von Kinderpornographie-Websites Aushebelung der Gewaltenteilung gehen. Aber das Thema wird in der Netzwelt sowieso zur Genüge reflektiert, und hier steht eigentlich alles Wichtige dazu. Erschreckend ist dennoch, dass es abseits der Power-Webnutzer kaum jemanden zu interessieren scheint, was da vor sich geht. Aber genug davon. weiterlesen »
0 Kommentare
« vorherige Seite