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	<title>Moritz Homann - Gesellschaftskritik, Internet und der ganz normale Alltag - MoritzHomann.de &#187; Auflegen</title>
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	<description>Gedanken und Erlebnisse von Moritz Homann.</description>
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		<title>Im Club mit Elacin</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 20:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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Und schon ist es wieder drei Wochen her, dass ich hier zuletzt geschrieben habe. Erst unmotiviert, dann krank, so kann das nix werden. Vor allem zurzeit auch keine Lust auf Nachrichten-Themen. In meinem noch leicht angeschlagenen Zustand sowieso nicht. Heute morgen hab ich einen Einspalter viermal lesen müssen, bis ich ihn verstanden hab. Und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.moritzhomann.de/elacin.jpg" alt="Elacin" /></p>
<p>Und schon ist es wieder drei Wochen her, dass ich hier zuletzt geschrieben habe. Erst unmotiviert, dann krank, so kann das nix werden. Vor allem zurzeit auch keine Lust auf Nachrichten-Themen. In meinem noch leicht angeschlagenen Zustand sowieso nicht. Heute morgen hab ich einen Einspalter viermal lesen müssen, bis ich ihn verstanden hab. Und das lag nicht am Einspalter. Deshalb gibts heute was für alle Clubgänger.<span id="more-287"></span></p>
<p>Weil ich als Teilzeit-DJ in zehn Jahren nicht mit Schwerhörigkeit oder Tinitus enden will, hab ich mir vor einiger Zeit einen Hörschutz besorgt. Und wie eigentlich überall, gibt es auch in diesem Bereich alle möglichen Ausführungen. Streng genommen kann ich mir auch Oropax in die Ohren packen, sieht aber a) blöd aus und b) klingt alles dumpf. In der Königsklasse der Gehörschütze gibts allerdings echte Wunderstöpsel: Sie hören auf den Namen &#8220;Elacin&#8221;.</p>
<p>Der Elacin-Gehörschutz wird individuell angefertigt. Konkret sieht das so aus, dass einem der Ohrenarzt eine grüne, knetgummiartige Masse ins Ohr spritzt, die hart wird und von diesem Abdruck dann die Stöpsel angefertigt werden. Klingt eklig? Ist aber eigentlich ganz harmlos. Und die Stöpsel passen dann wirklich perfekt ins Ohr. Nach wenigen Minuten Tragen hat man sich an die Stöpsel im Ohr gewöhnt und denkt schon gar nicht mehr dran. Rausfallen können sie eigentlich auch kaum, ist mir jedenfalls noch nie passiert.</p>
<p>Gut, Oropax kann ich mir auch individuell ans Ohr anpassen. Seine wahren Stärken spielt der Elacin auch erst in der eigentlichen Filterung aus: Denn die Stöpsel filtern linear. Das heißt, es ist wirklich alles nur leiser &#8211; weder klingt alles dumpf noch fehlt der Musik die Dynamik oder sonstwas. Es ist einfach so, als hätte jemand die Musik leiser gedreht. Wie stark der Elacin-Schutz filtern soll, lässt sich außerdem selbst beeinflussen: Es gibt austauschbare Filter für -9, -15 und -25 Dezibel. Je nach Lautstärke im Club sind -9 oder -15 Dezibel zu empfehlen, bei -25 wirds dann schon sehr leise.</p>
<p>Was Auflegen mit Elacin angeht, gibt es geteilte Meinungen. Einige meinen, sie könnten damit nicht auflegen, ich kann nur für mich sprechen, und ich bin begeistert. Dadurch, dass sich die Stöpsel ans Ohr anschmiegen, stören sie auch unterm Kopfhörer nicht (ich nutze den Sony MDR-V700). Mit Elacin und gut geschlossenem Kopfhörer erreicht man die perfekte Abschirmung vor allen störenden Außengeräuschen.</p>
<p>So weit, so prächtig. Einziger Wermutstropfen ist der Preis. Ich habe meine Elacin von Optik Geers, das hat mich damals 170 Euro für die beiden Stöpsel gekostet, dazu noch einmal 66 Euro für die 15er-Filter. Teurer Spaß also. Aber wer nach einer langen Clubnacht wieder das Freie betritt, die Stöpsel rausnimmt und alles in bestechender Klarheit und ohne Pfeifen und Rauschen hört, weiß die Dinger zu schätzen. Von der Reduzierung von Gesundheitsrisiken ganz zu schweigen.</p>
<p>Ist doch gar nicht sooo laut im Club?, mag mancher denken. Oh doch, ist es. Leider hat man sich innerhalb kürzester Zeit an die gewaltigen Lautstärken gewöhnt und merkt oft nicht einmal, wenn es noch lauter wird. Das Ohr merkt auch nicht, wann es zu laut und schädlich wird, das zeigt sich erst, wenn es bereits zu spät ist. Wenn ich mal kurz einen der Stöpsel rausnehme, erschrecke ich regelmäßig über die Lautstärke. Also: Schützt eure Ohren.</p>
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		<title>Der Mythos DJ &#8211; Die Öffentlichkeitstäuschung</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 22:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auflegen]]></category>
		<category><![CDATA[House]]></category>
		<category><![CDATA[vinyl]]></category>

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		<description><![CDATA[DJs sind tendenziell ungeheuer cool. Weil sie (meistens) coole Musik auflegen, irgendwie noch mit Schallplatten zugange sind und die Menge (im Optimalfall) zum Toben bringen. Wie das genau funktioniert mit dem DJing, das weiß aber keiner so genau. Irgendwie mit Übergängen und so. Aber sobald jemand im Fernsehen irgendwie Plattenspieler hat, dann muss er ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DJs sind tendenziell ungeheuer cool. Weil sie (meistens) coole Musik auflegen, irgendwie noch mit Schallplatten zugange sind und die Menge (im Optimalfall) zum Toben bringen. Wie das genau funktioniert mit dem DJing, das weiß aber keiner so genau. Irgendwie mit Übergängen und so. Aber sobald jemand im Fernsehen irgendwie Plattenspieler hat, dann muss er ein DJ sein. So viel ist schonmal sicher.<span id="more-37"></span></p>
<p>Und genau das führt dann zu <a href="http://www.youtube.com/watch?v=njAN4XmmoYM" target="_blank">solchen Musikvideos</a>. Da schraubt und scratcht der gute Alex C. wie wild an seinem DJ-Pult, an zwei Turntables und einem Vier-Kanal-Mixer. Und wieso? Völlig sinnfrei. Der Track ist produziert, und auch beim Vorgang des Produzierens wird Alex C. nicht an einem DJ-Pult gestanden haben. Sondern in einem stinklangweiligen Tonstudio mit einem Haufen Knöpfen und Reglern. Vielleicht auch an einem angeranzten Laptop mit Music Maker 8, in diesem Fall. Aber weil beides relativ unspektakulär ist, stellt man ihn eben an ein DJ-Pult und er legt dann da mal ein bisschen auf. Irgendwie.</p>
<p>Die momentan aufstrebende Dancehall-Gruppe Culcha Candela hat auch einen DJ. Und dem wurde jetzt auch ein Lied gewidmet, nämlich &#8220;Ey DJ&#8221;. Und wenn das aufgeführt wird, muss der DJ natürlich auch ordentlich was bringen. <a href="http://youtube.com/watch?v=uVAIwwl-P48" target="_blank">So wie hier</a>. Da sieht man den guten bei Sekunde 58 eine Bewegung an der Platte durchführen, die sowas von überhaupt nicht mit dem Sound übereinstimmt, das gibts gar nicht. Ich wage gar zu bezweifeln, dass auf der Platte irgendetwas drauf war, was mit dem Song zu tun hat. Aber Hauptsache, es sind Plattenspieler, es drehen sich am besten gleich beide Platten und der DJ schraubt und scratcht irgendwie herum. Und damit künftig solche Hochstapler sofort enttarnt werden können, hier ein paar Regeln:</p>
<blockquote>
<ol>
<li>Wenn ein bereits produziertes Lied gezeigt wird, in dem keine Scratches vorkommen, hat ein DJ in 90% aller Fälle nichts zu tun. Alle Musikvideos mit wilden DJ-Einlagen sind somit meist Bullshit.</li>
<li>Wenn der DJ an irgendwelchen Reglern herumspielt und sich vom Sound her nichts ändert (wird besonders gerne in Musikvideos angewandt), ist das reine Show. Passiert auch in Clubs hin und wieder.</li>
<li>Wenn STÄNDIG BEIDE Turntables laufen, kann auch irgendetwas nicht stimmen.</li>
<li>Wenn der DJ (im Club oder live) Übergänge macht, aber NIE den Kopfhörer aufhat, kann auch irgendetwas nicht stimmen. Hier sei gemerkt: Wenn der DJ den Kopfhörer aufhat, dabei an den Reglern spielt und sich nichts hörbar ändert, ist das völlig in Ordnung.</li>
<li>Ein DJ braucht keine Platten und keine Turntables. Es gibt CD- und Laptop-DJs, die besser sind als Vinyl-DJs und andersrum. Große DJs wie Paul van Dyk oder Axwell setzen Laptop und CDs ein.</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Da leider kaum jemand weiß, wie das mit dem DJing eigentlich funktioniert, kann es sogar vorkommen, dass ein DJ einen vorgefertigten Mix einschiebt, den laufen lässt und dazu schauspielt. Ein wenig scratcht, ein wenig drückt und dreht. Dann doch einen Übergang (zum nächsten vorgefertigten Mix) macht, diesen völlig verhaut, das aber keinem auffällt.</p>
<p>Ich kann mittlerweile schon gar nicht mehr richtig feiern, wenn die Übergänge nicht passen &#8211; aber das ist wohl eine Berufskrankheit. Ein Positivbeispiel für DJing in der Öffentlichkeit habe ich kürzlich bei der &#8220;Live in Texas&#8221;-Show von Linkin Park gesehen: Mr. Hahn (siehe Foto oben). Der Linkin-Park-DJ wird zwar in den Musikvideos auch eine Show abziehen, live ist jedoch alles echt, und: beeindruckend. Natürlich legt auch der Culcha-Candel-DJ live richtig auf. Die Frage ist nur, was er da macht. Eigentlich nur eine Platte nach der anderen spielen, ohne jeglichen Übergang. Vielleicht mal einen Scratch hin und wieder. Aber Hauptsache, es gibt einen DJ. &#8220;Hey, DJ&#8221;. Gott sei Dank gibt es davon einen vernünftigen Remix von Micha Moor. Einem echten DJ.</p>
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		<title>Wir rocken am Bahnhof, Baby!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 18:50:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auflegen]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[StilBruch]]></category>

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		<description><![CDATA[




Yeah.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.moritzhomann.de/stilbruch07.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/philpage1.jpg" target="_blank"><img src="http://www.moritzhomann.de/philpage1_sm.jpg" style="border: medium none " /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/philpage2.jpg" target="_blank"><img src="http://www.moritzhomann.de/philpage2_sm.jpg" style="border: medium none " /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/stilbruch.jpg" target="_blank"><img src="http://www.moritzhomann.de/stilbruch_sm.jpg" style="border: medium none " /></a></p>
<p><a href="http://www.moritzhomann.de/stilbruch_pz.pdf" target="_blank"><img src="http://www.moritzhomann.de/stilbruch_pz.jpg" style="border: medium none " /></a></p>
<p>Yeah.</p>
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		<title>StilBruch 2*007</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 00:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auflegen]]></category>
		<category><![CDATA[StilBruch]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist es also soweit. Also, eigentlich ist subjektiv gesehen noch gar nicht heute, sondern noch gestern. Denn im Moment ist es 0:53 Uhr. Das ist eine ziemlich schlechte Zeit um festzustellen, dass man alle seine letzten Platten nur in Mono digitalisiert hat. Aber, was will man machen, da muss man durch. Also digitalisiere ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist es also soweit. Also, eigentlich ist subjektiv gesehen noch gar nicht heute, sondern noch gestern. Denn im Moment ist es 0:53 Uhr. Das ist eine ziemlich schlechte Zeit um festzustellen, dass man alle seine letzten Platten nur in Mono digitalisiert hat. Aber, was will man machen, da muss man durch. Also digitalisiere ich jetzt noch Platten. Bis um zwei wird das bestimmt dauern &#8211; aber hey, besser, als morgen mit Mono-Mp3&#8217;s aufzukreuzen.<span id="more-15"></span></p>
<p>Von 22:00 Uhr bis 23:30 Uhr habe ich also die ehrenwerte Aufgabe, den Bahnhof zu rocken, mit House und Electro und Stilbrüchen aller Art, wie sich das für eine solche Veranstaltung gehört. Morgens darf ich bei &#8220;StilBildend&#8221; auch noch erzählen, wie großartig ein solches Praktikum bei der PZ ist. Und heute dürfte sogar ein absolut klischeefreies Foto von mir in eben dieser sein &#8211; passend zur Überschrift &#8220;Wie PZ-Fotografen sich DJing vorstellen&#8221;.</p>
<p>Tja, Liveblogging kommt immer mehr in Mode, und so werde ich dem auch nun (wenn auch nur kurz frönen). Was kann der angehende DJ besonders gut brauchen? Wenn nachts um halb zwei sein Aufnahmeprogramm ganz trocken vermeldet &#8220;Audacity.exe funktioniert nicht mehr&#8221;. Vielleicht sollte ich das auch mal versuchen. Sich einfach hinstellen und sagen: &#8220;Ich funktioniere jetzt nicht mehr.&#8221; Wieso sollte ich denn auch? Verflucht.</p>
<p>Aber das führt ja jetzt auch alles zu nichts. Ich werde irgendwann morgen (bzw. heute&#8230;?) noch den offiziellen Phil Page-Zeitungskurzbericht hier einstellen und natürlich so früh und ausführlich wie möglich über die Veranstaltung berichten, in Wort un (evtl. bewegtem?) Bild. Vielleicht sogar schon heute. Beziehungsweise, ist dann nicht schon morgen? Oder ist das gar übermorgen? Verwirrend.</p>
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		<title>Entscheidung und Winterwochenende</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2007 21:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist sie also beschlossen, die Überwachung. Hat die letzten Tage vor der Abstimmung das Medieninteresse doch noch zugenommen, ist der endgültige Beschluss jetzt auf den wenigstens Nachrichten-Websites ganz vorne zu finden. Dazu will ich nun auch gar nicht mehr Worte verlieren, außer vielleicht noch am Rande erwähnen, dass CDU, CSU und SPD mit bedeutender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist sie also <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,516482,00.html">beschlossen, die Überwachung</a>. Hat die letzten Tage vor der Abstimmung das Medieninteresse doch noch zugenommen, ist der endgültige Beschluss jetzt auf den wenigstens Nachrichten-Websites ganz vorne zu finden. Dazu will ich nun auch gar nicht mehr Worte verlieren, außer vielleicht noch am Rande erwähnen, dass CDU, CSU und SPD mit bedeutender Mehrheit dafür, FDP, die Linke und die Grünen mit bedeutender Mehrheit dagegen gestimmt haben. Auch beide Abgeordnete aus meiner Umgebung, nämlich <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=636&amp;id=140&amp;plz_abstimmung=75179#abst_verhalten">Gunther Krichbaum und Katja Mast</a>, haben dafür gestimmt. Was sich dabei noch weiteres ergibt, wird sich zeigen. Ich glaube nicht, dass es damit schon vorbei ist. Klar, so schlimm ist es nicht, es werden ja keine Inhalte gespeichert und überhaupt, wir haben nichts zu verbergen, bla bla. Aber Hitler hat uns am Anfang auch Arbeitsplätze gebracht. Mit Verlaub.<span id="more-12"></span></p>
<p>Unterdessen ist der Winter eingekehrt, und zwar mit einer Härte, das ist nicht mehr schön. Nicht nur, dass es mir auf einem Videobeitrag den Ton einer Sequenz mehr oder weniger komplett verrissen hat, ist es einfach saukalt und unschön geworden. Und wahrscheinlich wirds auch nicht mehr schon. Dann kommt jetzt noch Schnee und Glätte und der ganze Winter, das ist doch alles nicht mehr schön. Am liebsten wäre ich wieder in Afrika. Das stimmt wirklich! Zwar nicht für mein ganzes Leben, aber ein kurzer Aufenthalt wäre schon toll.</p>
<p>Eigentlich ist das aber vielleicht auch gar nicht sooo schlecht, mit dem schlechten Wetter. Denn ich hab mich schon wieder mehr oder weniger auf was eingelassen, von dem ich noch nicht hundertprozentig überzeugt bin. Da meine Lebensgestaltung im Moment dank Arbeit, Arbeit und Arbeit nicht allzu sehr vor Action strotzt, habe ich mich an jemanden gewandt, der jetzt vielleicht wieder Action reinbringen kann: Nämlich an Karlheinz Rehm. Gut, das mag jetzt im Moment nicht nach der Riesen-Action klingen, doch der Mann führt <a href="http://www.freifalltandem.de/">Tandem-Fallschirmsprünge</a> durch. Und sobald das Wetter gut ist (was im Moment eben aber auch ein paar Monate dauern könnte), werde ich wohl mal einen solchen Sprung wagen. Bestimmt aufregend! Aber jedem, der sowas vielleicht auch mal vorhat, sei geraten: Gebt vorher bloß nie bei YouTube &#8220;Parachute&#8221; oder &#8220;Skydiving&#8221; ein. Danach habt ihr echt keine Lust mehr.</p>
<p>Inzwischen hab ich auch mein Buch &#8220;Nachtschatten&#8221; durch, und gebe hiermit eine absolute Leseempfehlung raus. Das Ding strotzt nur so vor interessanter und tiefgründiger Aussagen, das Ganze verpackt in eine wortgewandt formulierte, aber nie langweilige Schreibweise. Unheimlich viele Lebensweisheiten kommen darin vor, die sozusagen nur so nebenbei erwähnt werden. Also wirklich absolut zu empfehlen.</p>
<p>So langsam rückt auch der 16. November näher, und wer Pforzheimer ist, weiß, was da ansteht: <a href="http://jugendstil.pforzheimer-zeitung.de/page.php?section=stilbruch">StilBruch 2*007</a>. Die Party im Hauptbahnhof. Inzwischen sechs DJs, mehrere Gastronomen und Marketing- und Licht-/Tontechnik-Experte Sascha Freiesleben sorgen dafür, dass der Hauptbahnhof an diesem Tag bebt. Hinzu kommen Live-Stylings, Fotoshootings und ein Catwalk, über den mehrere leckere Models wandeln werden. Auch ich muss so langsam meine virtuelle Plattenkiste packen, aber es ist ja noch ein wenig Zeit. Und rausgehen kann man ja eh nicht. Drecks Winter. Wer hat den eigentlich erfunden?</p>
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		<title>Wenn die Lichter ausgehn</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 22:16:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Homann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auflegen]]></category>
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		<category><![CDATA[House]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die House-Szene durchlebt im Moment eine kleine Krise. Ich denke, das kann man so sagen. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Musik man wählt, welche hört, aber es kommt mir so vor, als käme im Moment nicht viel gutes raus. Umso schöner, wenn es mal wieder ein richtig gutes Stück Musik gibt. Das, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die House-Szene durchlebt im Moment eine kleine Krise. Ich denke, das kann man so sagen. Natürlich kommt es immer darauf an, welche Musik man wählt, welche hört, aber es kommt mir so vor, als käme im Moment nicht viel gutes raus. Umso schöner, wenn es mal wieder ein richtig gutes Stück Musik gibt. Das, was ich meine, geistert nun zwar auch schon länger durch die bekannten Kreise, ist offiziell aber noch gar nicht draußen. Jedenfalls nicht auf Vinyl.</p>
<p>Die Rede ist von Housemeister (was ein Wortspiel) David Guetta, der mit seinem &#8220;Love is gone&#8221; schon vor einigen Monaten die Houseszene in Wallung brachte und nun ein weiteres Meisterwerk abliefert. Ich glaube, das ist nicht übertrieben. &#8220;Baby when the light&#8221; schlägt musikalisch in die selbe Kerbe wie schon &#8220;Love is gone&#8221;, es ist endlich wieder ein House-Track mit Soul. &#8220;Wo ist da denn Soul&#8221;, wenn da acht Minuten lang der Bass wummert, mag nun jeder Nicht-Fan dieser Musikrichtung fragen, doch wer sich auskennt, weiß Bescheid.<span id="more-9"></span></p>
<p>Was macht den guten Housetrack aus? Breaks zum Träumen, Beats zum Feiern und eine Prise Überraschung und Innovation. Und &#8220;Baby when the light&#8221; hat all das. Der Break ist wunderbar musikalisch, setzt perfekt ein; der Beat ist à la Fred Riester genauso dick und rund, wie man das schon von &#8220;Love is gone&#8221; gewohnt ist. Und all dem setzt der zweite Break noch eins drauf: Nach der instrumentalen Steigerung zum zweiten Break hin lässt Großmeister Guetta (oder war es Riester?) einfach mal für einen Takt die Musik komplett aussetzen &#8211; Zeit zum Lächeln und Kreischen &#8211; bevor wieder der geniale Break einsetzt. &#8220;Baby when the light&#8221; steht (zumindest im Riester-Remix) &#8220;Love is gone&#8221; um nichts nach. Wir wollen mehr davon!</p>
<p>Eben hatte ich eine kleine Diskussion, oder vielmehr; ein &#8220;Mindstorming&#8221;, wie man heute so schön sagt, zum Thema Zukunft. Insbesondere natürlich im Hinblick auf das Internet und die Medien. Wie wird unsere Welt in 20 Jahren aussehen? Werden wir unsere Haustür mit biometrischem Fingerabdruck öffnen, das Licht per Handy einschalten, die aktuelle Zeitung auf einen faltbaren LCD-Screen über WLan herunterladen? Die Entwicklungen, die in diesem Sektor noch passieren werden und bereits stattfinden, sind inzwischen gänzlich unvorstellbar geworden. Niemand kann sagen, was schon in einem Jahr sein wird. Wer hätte mit eBay gerechnet, mit YouTube, mit flickr, mit Facebook und StudiVZ, mit Google und all seinen kleinen Tools, mit Amazon und Mp3-Stores? Vor fünfzehn Jahren, wo das Internet noch aus statischen HTML-Seiten bestand?</p>
<p>Schon jetzt nimmt das Internet einen Großteil unseres Lebens ein, dabei natürlich das der Jugend umso mehr. Längst ist es unverzichtbar geworden; für Studenten, die sich Informationen herunterladen und ihre Hausarbeiten per Mail schicken müssen. Bürger, die sich nicht fürs Internet interessieren, werden als altmodisch abgestempelt. Wenn auch nur unterbewusst. Ich muss sagen, meine Bewunderung haben sie. Vielleicht gibt es bald einen Antitrend. Einen Trend zur Internetlosigkeit hin, vielleicht ein Trend von allem digitalen weg. Vielleicht wird sich die Welt teilen, in die Surfer und diejenigen, die das Internet verteufeln und ohne es auskommen wollen. Wer weiß das schon.</p>
<p>Ich jedenfalls bin mir nicht sicher, ob ich nicht lieber vor fünfzig Jahren gelebt hätte. Auf jeden Fall bin ich froh, am Anfang der digitalen Revolution geboren zu sein. Was ab jetzt noch alles passiert, ist bereits unvorstellbar geworden, und es wird seine Auswirkungen auf die Menschheit haben. Welche genau, das weiß keiner.</p>
<p>Doch all dieses Nachdenken und Grübeln kann auch nicht das Wahre sein. Zum Glück gibt es als Rückzugsort noch immer die Musik. Und ja, dazu gehört auch Housemusik, mit ihrem primitiven Bass und dem selten kreativen Ablauf. Doch spätestens wenn Guettas &#8220;Baby when the light&#8221;-Break einsetzt, dürfte klar sein, dass auch House seine emotionalen Seiten hat.</p>
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