Von wegen Medienkrise
Wenn mich jemand nach dem Zustand der deutschen Printmedien fragen würde, würde ich eigentlich sowas sagen wie “Ja, rosig siehts nicht aus, glaube alle Zeitungen müssen Auflage einbüßen, bis auf die ZEIT; da geht eben viel ins Internet, es geht schon bergab insgesamt”.
Jetzt habe ich mir heute mal mehr oder weniger zufällig die IVW-Zahlen der großen Zeitungen der letzten Jahre angesehen. Von Krise keine Spur.
Beim Anklicken der Grafiken geht es zur entsprechenden Kurve.
Süddeutsche Zeitung
Hält seine Auflage konstant. Konnte in den vergangenen fünf Jahren sogar einen Zuwachs um drei Prozent verbuchen.
Welt am Sonntag
Hat in den vergangenen zwölf Monaten zwar ein Prozent Auflage verloren, blieb in den vergangenen fünf Jahren jedoch konstant.
Die ZEIT
Vorzeigeprodukt der Branche. In den vergangenen zwölf Monaten vier Prozent Zuwachs, in den vergangenen fünf Jahren sogar zehn Prozent. Verkauft heute mehr Exemplare als jemals zuvor.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Noch größeres Wachstum als die “ZEIT”. In den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls vier Prozent, in den verganenen fünf Jahren satte 20 Prozent.
BILD
Da haben wir den Verlierer! Fünf Prozent in den vergangenen zwölf Monaten eingebüßt, 17 Prozent in den verganenen fünf Jahren.
Aber ganz ehrlich: So richtig traurig ist das auch nicht.
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3 Kommentare zu “Von wegen Medienkrise”
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20.07.2009 -
20:57 von Moritz Homann in 




July 20th, 2009 at 21:41
Interessant, ist das wirklich repräsentativ für den deutschen Zeitungsmarkt? (Wobei, selbst wenn, es wäre ja schon wahrscheinlich, dass die Zeitungskrise auch Deutschland noch erreicht…)
Achja, fünf mal hintereinander Paper Planes gehört, sehr löblich!
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July 20th, 2009 at 22:52
Für den gesamten Zeitungsmarkt sicher nicht, gibt ja Dutzende Lokalblätter. Aber dass kaum eine der großen Zeitungen Probleme hat, finde ich doch auch interessant – gerade, weil die doch auch die größten Stellenstreichungen hinter sich haben.
Und ja, zum Schreiben hör ich gern irgendwas auf Dauer-Repeat
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October 5th, 2009 at 11:23
Und man sieht eben auch, wo gute Zeitungen gemacht werden und welche Zeitungen eher ersetzbar sind als andere!
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