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Byebye, schwachsinnige Klickstrecken

Geschrieben am 25.06.2009 - 21:04 von Moritz Homann in Internet.

Nein, ganz so euphorisch kann man leider nicht sein. Ursprünglich wurde dieser Artikel mit etwas wie “IVW beerdigt Page Impressions” überschrieben, das hat sich mittlerweile aber in ein zurückhaltendes “IVW schränkt Relevanz von Page Impressions ein” geändert. Und das auch erst ab 2010.

Hä, Page Impressions? Page Impressions ist die noch immer wichtigste Währung insbesondere bei Online-Nachrichtenportalen. Jeder Seitenaufruf zählt als eine Page Impression. Wenn ein Besucher also 10mal auf einer Website Unterseiten aufruft, sind das 10 Page Impressions. Große Online-Vermarktungsbüros wie etwa OMS, der Werbevermittlungs-Marktführer für kleinere und größere Zeitungsportale, bezahlt nach Anzahl der Page Impressions, die ein Portal generieren kann.

Um eine möglichst hohe Anzahl Page Impressions zu erreichen, lassen sich Nachrichtenwebsites deshalb allen möglichen Unsinn einfallen. Klickstrecken wie “Die 100 attraktivsten Frauen”, “Die 14 Waffen des Täters im Detail” oder auch “Die schönsten Zahlen” (taz.de, unvergessen). Wenn Page Impressions künftig als ausschlaggebende Größe für Werbung an Relevanz verlieren, bleibt uns solcher Schwachsinn künftig vielleicht erspart.

Das dürfte aber noch ein Weilchen dauern, vor allem, weil zunächst nur einmal geplant ist, die IVW-Ausweisung der Page Impressions nicht ganz so offensichtlich zu machen. Wenn aber die PI an Bedeutung verlieren und der Unique User etwa (jeder Nutzer wird nur einmal gezählt) wichtiger wird, müssen sich Zeitungsportale nicht mehr überlegen, wie sie einen Nutzer dazu bringen, möglichst viel zu klicken, sondern wie sie ihn dazu bringen, möglichst regelmäßig auf die Seite zu kommen – und das geht am besten mit gleichmäßig hoher Qualität.

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