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Im Club mit Elacin

Geschrieben am 12.02.2009 - 21:08 von Moritz Homann in Auflegen, Musik.

Elacin

Und schon ist es wieder drei Wochen her, dass ich hier zuletzt geschrieben habe. Erst unmotiviert, dann krank, so kann das nix werden. Vor allem zurzeit auch keine Lust auf Nachrichten-Themen. In meinem noch leicht angeschlagenen Zustand sowieso nicht. Heute morgen hab ich einen Einspalter viermal lesen müssen, bis ich ihn verstanden hab. Und das lag nicht am Einspalter. Deshalb gibts heute was für alle Clubgänger.

Weil ich als Teilzeit-DJ in zehn Jahren nicht mit Schwerhörigkeit oder Tinitus enden will, hab ich mir vor einiger Zeit einen Hörschutz besorgt. Und wie eigentlich überall, gibt es auch in diesem Bereich alle möglichen Ausführungen. Streng genommen kann ich mir auch Oropax in die Ohren packen, sieht aber a) blöd aus und b) klingt alles dumpf. In der Königsklasse der Gehörschütze gibts allerdings echte Wunderstöpsel: Sie hören auf den Namen “Elacin”.

Der Elacin-Gehörschutz wird individuell angefertigt. Konkret sieht das so aus, dass einem der Ohrenarzt eine grüne, knetgummiartige Masse ins Ohr spritzt, die hart wird und von diesem Abdruck dann die Stöpsel angefertigt werden. Klingt eklig? Ist aber eigentlich ganz harmlos. Und die Stöpsel passen dann wirklich perfekt ins Ohr. Nach wenigen Minuten Tragen hat man sich an die Stöpsel im Ohr gewöhnt und denkt schon gar nicht mehr dran. Rausfallen können sie eigentlich auch kaum, ist mir jedenfalls noch nie passiert.

Gut, Oropax kann ich mir auch individuell ans Ohr anpassen. Seine wahren Stärken spielt der Elacin auch erst in der eigentlichen Filterung aus: Denn die Stöpsel filtern linear. Das heißt, es ist wirklich alles nur leiser – weder klingt alles dumpf noch fehlt der Musik die Dynamik oder sonstwas. Es ist einfach so, als hätte jemand die Musik leiser gedreht. Wie stark der Elacin-Schutz filtern soll, lässt sich außerdem selbst beeinflussen: Es gibt austauschbare Filter für -9, -15 und -25 Dezibel. Je nach Lautstärke im Club sind -9 oder -15 Dezibel zu empfehlen, bei -25 wirds dann schon sehr leise.

Was Auflegen mit Elacin angeht, gibt es geteilte Meinungen. Einige meinen, sie könnten damit nicht auflegen, ich kann nur für mich sprechen, und ich bin begeistert. Dadurch, dass sich die Stöpsel ans Ohr anschmiegen, stören sie auch unterm Kopfhörer nicht (ich nutze den Sony MDR-V700). Mit Elacin und gut geschlossenem Kopfhörer erreicht man die perfekte Abschirmung vor allen störenden Außengeräuschen.

So weit, so prächtig. Einziger Wermutstropfen ist der Preis. Ich habe meine Elacin von Optik Geers, das hat mich damals 170 Euro für die beiden Stöpsel gekostet, dazu noch einmal 66 Euro für die 15er-Filter. Teurer Spaß also. Aber wer nach einer langen Clubnacht wieder das Freie betritt, die Stöpsel rausnimmt und alles in bestechender Klarheit und ohne Pfeifen und Rauschen hört, weiß die Dinger zu schätzen. Von der Reduzierung von Gesundheitsrisiken ganz zu schweigen.

Ist doch gar nicht sooo laut im Club?, mag mancher denken. Oh doch, ist es. Leider hat man sich innerhalb kürzester Zeit an die gewaltigen Lautstärken gewöhnt und merkt oft nicht einmal, wenn es noch lauter wird. Das Ohr merkt auch nicht, wann es zu laut und schädlich wird, das zeigt sich erst, wenn es bereits zu spät ist. Wenn ich mal kurz einen der Stöpsel rausnehme, erschrecke ich regelmäßig über die Lautstärke. Also: Schützt eure Ohren.

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2 Kommentare zu “Im Club mit Elacin”

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