Die Brigitte-Kohlenhydrate-Vollidioten-Diät
Es ist mal wieder so weit: Ich will abnehmen. Geschätze dreißig Mal pro Jahr fasse ich diesen Entschluss, je nachdem lasse ich ihn 1-2 Wochen später wieder fallen. Doch nun ist es ernst. Sport und andere Ernährung stehen auf dem Programm. Doch: Was essen, welchen Sport wie ausüben? Viele Proteine, oder Salat, oder nur noch Reis und Nudeln? Kraft- oder Ausdauersport? Und verbrennt man wirklich Fett im Schlaf? Fragen über Fragen. Die Antworten sind kompliziert. Abnehmen ist eine Wissenschaft für sich.
“Hajo, da machsch einfach FDH”, riet mir vor längerem jemand, dessen Namen ich vergessen habe. “FDH” steht für “Friss die Hälfte”. Aber so gut kann das auch nicht sein, weil das den bekannten Jojo-Effekt verursacht. Schon wesentlich besser ist eine komplette Ernährungsumstellung. Nur, was essen und was nicht? Komplett vegetarisch werden? Nur noch Obst essen, das aus freien Stücken vom Baum gefallen ist? Oder doch Fleisch, und wenn ja, worauf achten?
Anscheinend sind Kohlenhydrate schlecht. Und die sind leider irgendwie in einem Haufen Zeug drin, von dem ich auch noch angenommen hatte, dass das so schlecht nicht sein kann. Brot zum Beispiel. Oder Nudeln. Oder Reis. In Müsli sind auch viele. Meine Ernährung derzeit sieht so aus, dass ich morgens Müsli esse, mittags Nudeln oder Reis und abends Brot. Man könnte sagen, ich bin der Ernährungs-SuperGAU.
Ja, und was dann essen? Fleisch, Eier, Milchprodukte, Obst und Gemüse. Am besten also ein Steak mit Spiegelei an Gemüse, dazu eine Milch. Oder so. Auf jeden Fall scheints das zu sein. Und dazu Sport, nur – welchen? Bei Kraftsport wird offenbar kaum Fett verbrannt. Andererseits verbrennen Muskeln Fett, das bedeutet, wer muskulöser ist, verbrennt automatisch mehr Fett. Kann man sich dann einfach bis zum Schrank trainieren, in die Ecke stellen und warten, bis die ganzen Muskeln das Fett verbrannt haben? Das kanns irgendwie auch nicht sein.
Ausdauer ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei aber auch nur in einer gewissen Phase, zwischen 67,3 und 83,7 Herzschlägen pro Minute. Bereits ab 83,8 Herzschlägen verkürzt sich das Leben um 10 Jahre und man nimmt die doppelte Fettmasse wieder zu. Eine Gratwanderung sondersgleichen. Und anscheinend muss man auch erstmal eine halbe Stunde Ausdauer trianiert haben, bevors überhaupt mit dem Fettverbrennen losgeht. Na prost Mahlzeit.
Wir halten fest: Zunehmen ist um einiges leichter als abnehmen. Daher gibts wahrscheinlich auch so wenig Bücher über das Zunehmen. Ich persönlich hab keine Lust, für jede Mahlzeit lustige, bunte Weightwatchers-Punkte in ein Heftchen zu kleben oder zu meinem Standard-Chinesen in die Küche zu rennen, ihm den Teller unter die Nase zu halten und zu fragen, ob meine Nummer 87 jetzt gute oder schlechte Fette enthält.
Mein Schlüssel zum Erfolg heißt jetzt erstmal: Weniger Kohlenhydrate, sprich, morgens mehr Obst, mittags keinen gebratenen Reis mehr, mehr Fleisch und mehr Proteine. Dazu 3-4mal Sport die Woche, Ausdauer und Krafttraining. Wenn das nicht irgendwie funktioniert, weiß ich auch nicht mehr. Oder ich buche nochmal drei Monate nach Ghana. Für mich der Diät-Garant. Ohne Kohlenhydrate, Proteine und Fettpunkte-Heftchen.
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2 Kommentare zu “Die Brigitte-Kohlenhydrate-Vollidioten-Diät”
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20.01.2008 -
23:08 von Moritz Homann in
January 22nd, 2008 at 13:04
Hi,
das Einzige, das je bei mir funktioniert hat, ist die South Beach Ernährung, check das mal.
Chris
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January 22nd, 2008 at 15:24
Also Moritz,
nun die ultimativen Fettabbau-Tipps, von einem, der so ziemlich jedes Fitness-Magazin gelesen hat:
Wenig einfache Kohlenhydrate (weißes Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Cornflakes, Zucker, auch Fruchtzucker) und wenn dann nur morgens. Abends nur noch Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate, also: Salat, Thunfisch, Putenbrust, Gemüse, Magerquark. Keine Schokolade, nix Fettes, vor allem kein Schwein, keine Butter. Nach sechs, sieben Uhr nix mehr futtern. Denn: Wenn dein Körper beim Schlafen mit der Verdaaung beschäftigt ist, kann er kein Fett verbrennen – und letzteres macht er gerne nachts.
Zu der aketischen Ernährung möglichst täglich Ausdauersport (Laufband, Cross-Trainer, Ergometer, Joogen) in deinem spezifischen Ausdauerpulsbereich. Den kannst du berechnen, aber auch fühlen: Lauf oder radle in einem Tempo, in dem du angestrengt bist, aber dennoch nicht so sehr aus der Pust bist, als dass es dir nicht mehr möglich wäre zu sprechen, ohne in der akuten Gefahr des Erstickungstodes zu schweben.
Wenn du in diesem Tempo läufst, verbrennst du etwa nach 30 Minuten Fett. Eine Stunde Laufen pro Tag oder alle zwei Tage (je nach Fitnessgrad) ist optimal. Die Fettverbrennung wird verbessert durch Getränke oder Nahrungsergänzungen, die L-Carnitin enthalten.
Zusätzlich ist es wichtig, dass du jeden Tag viel trinkst: viel Wasser, ungesüßten Tee oder andere Getränke, die keinen Zucker enthalten.
Durch all diese Maßnahmen wird der Motor deiner Fettverbrennung angeschmissen.
PEACE,
Ronny
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