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Von Fenstern, Tieren und Obst

Geschrieben am 11.01.2008 - 21:27 von Moritz Homann in Allgemein.

“Mach das Fenster auf und wirf den Apfel raus”, krakeelt der Pinguin. Doch das Fenster klemmt. Wie wild rüttle ich am Fenstergriff, bekomme es jedoch partout nicht auf. Der Apfel scheint mich höhnisch vom Tisch aus anzugrinsen. “Hab ich es nicht gesagt?”, lässt sich aus seinem Apfelgesicht ablesen. “Typisch”, stöhnt der Pinguin, weigert sich aber, mir zu helfen. Irgendwie kann sich mein Haustier noch nicht so recht mit der Umgebung anfreunden. “Jetzt helft mir doch mal”, brülle ich ungehalten gen Schreibtisch. Der Apfel zuckt die nicht vorhandenen Schultern, mein Frackträger besteht darauf, dass mir sowieso nicht zu helfen sei. Schließlich reicht es mir. Ich schlage das Fenster ein und werfe den Apfel hinaus, der noch immer von einer roten Backe zur anderen zu grinsen scheint. Pingu scheint erleichtert. Noch weiß er nichts von seinem Schicksal. Bis er in hohem Bogen hinterherfliegt.

Nein, ich bin während dieser längeren Nonblog-Phase nicht verrückt geworden. Ich habe lediglich letztes Wochenende (zumindest einen Großteil der Zeit) eine Exkursion ins Land der Pinguine unternommen. Allerdings musste ich dafür nicht an den Südpol, eine Exkursion ins unbekannte Land BIOS hat völlig ausgereicht. Und dann die völle Dröhnung: Ubuntu, Xubuntu, Kubuntu.

Wer immer noch nicht weiß, wovon ich spreche: Es geht um Betriebssysteme. Mein Notebook ist nunmehr fast anderthalb Jahre alt, und wer schon einmal anderthalb Jahre lang Windows stark genutzt hat, weiß, dass das dann keinen Spaß mehr macht. Fazit: Formatieren oder was Neues. MacOS ist zu teuer, Windows habe ich ja sowieso schon, also: Linux. Das kostenlose OS für alle Freaks, die auf OpenSource pochen und davon überzeugt sind, dass MacOS und Windows regelmäßig von Beziehungsstatus bis Penislänge alle Daten in eine große US-Datenbank schicken.

Dabei ist Linux keineswegs schlecht. Vielleicht ist es sogar für manche Nutzer besser als MacOS und Windows. Die Installation ist denkbar einfach. Ich lege eine Linux-CD ein, kann das Betriebssystem testweise direkt von der CD booten, über ein einfaches Icon auf dem Desktop nehme ich die Installation vor. Grafik-, Sound- und WLan-Treiber sind automatisch verfügbar. Alltags-Programme sind massig und in hoher Qualität verfügbar. Wieso bin ich dann kein Linux-User? Eigentlich nur, weil mir Photoshop und iTunes fehlen. Photoshop ist einfach Pflicht und iTunes auch, seit ich mich samt iPod der Fashion-Bitch-Riege angeschlossen habe.

So habe ich nun wieder ein frisch formatiertes Windows vor mir. Kompatibel, schnell und (relativ) stabil. MacOS wäre noch immer eine Option, allerdings erst, wenn die MacBooks billiger werden (oder ich plötzlich Millionär).

Ansonsten sollte man eigentlich kaum glauben, wie lang es dauern kann, ein Web-Portal aufzubauen. Und wie viel Arbeit dahinter steckt, obwohl das Endprodukt vergleichsweise einfach aussieht. So ist es geschehen, dass der Starttermin des Projekts, an dem ich nunmehr knapp ein Jahr arbeite, nach hinten verschoben wurde. Aber besser später und vernünftig, als vorschnell und halbgar.

Was war noch? Es gibt einen Knut-Nachfolger in Nürnberg, wobei ich das ganze Trara darum noch immer nicht verstehe. Ob nun bei Knut oder Knutoline. Klinsmann wird Bayern-Trainer, was mich auch relativ kalt lässt. Immer noch weiß keiner, warum die (immigrierten) Jugendlichen eigentlich plötzlich alle so aggressiv sind, aber irgendwie muss man irgendwas machen, soviel steht schonmal fest. Clinton heult (nicht der, sondern die), weil das beste Land der Welt vielleicht einen Schwarzen als Präsident bekommt. Frankreich flirtet noch immer mit Italien, was doch eigentlich auch wirklich egal ist. Und ich stehe auf Ehrensenf-Moderatorin Christine Henning. Soviel für heute. Gute Nacht.

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