Von Rihanna bis Rauchverbot – Jahresrückblick
Das Jahr ist beinahe rum, und es ist Zeit zurückzublicken. Jede Zeitung, jedes Fernsehprogramm macht einen Jahresrückblick. Und wählt. Das Wort des Jahres, das Tier des Jahres, den Sportler des Jahres, die Frau des Jahres, die Nachricht des Jahres, das Paar des Jahres, den Promi des Jahres, den Aufsteiger des Jahres, den Absteiger des Jahres. Die Onlineausgabe der “WELT”, WELTonline nutzt diese Gelegenheit gleich, um mal wieder dezent ein paar Sexfaktoren einzustreuen, wie auf diesem Screenshot unten zu sehen ist.
Doch auch ich nutze den Sexfaktor, wie am Eintragsbild zu sehen ist. Eigentlich wollte ich lediglich ein Bildergalerie-Modul basteln und habe RnB-Größe Rihanna für einen Test desselben benutzt. Allerdings könnte Rihanna auch als Frau des Jahres, oder zumindest, als Künstlerin des Jahres durchgehen. Mit “Umbrella”, “Unfaithful”, “Don’t Stop The Music” und “Hate That I Love You” hat sie vier Titel geliefert, die sogar mir als RnB-Nichtfan gefallen.
Tja, und was ist sonst so passiert? Eigentlich wieder jede Menge. Nichtsdestotrotz meint WELT-Kolumnist André Mielke (dessen Geschreibsel ich durchaus schätze), dass eigentlich gar nichts los war. Zuletzt müssten die Medien sogar ihre eigenen Nachrichten generieren, à la “Kleber bleibt beim ZDF” und “Herman bei Kerner rausgeflogen”. Aber was ist denn passiert? Im Berliner Zoo ist ein Eisbär geboren worden, was die Medien schonmal zwei Wochen beschäftigt hat (und letztens zum einjährigen Geburtstag noch einmal). Die Lokführer haben gestreikt. Dann sind sie wieder gefahren. Dann haben sie wieder gestreikt. Dann sind sie wieder gefahren. Im Nahen Osten jede Menge Konflikte und Anschläge, Tote beinahe jeden Tag. Und ein Rauchverbot haben wir, spätestens ab übermorgen auch überall. Soweit zum allgemeinen Teil.
Ich habe eben den Jahresrückblick 2006 aus meinem ehemaligen Blog nachgelesen. Damals war die Rede davon, dass der Trip nach Afrika anstünde und ich überhaupt nicht bereit wäre. Außerdem müsste ich mir Gedanken über einen Studiengang machen und vorher noch ein Praktikum absolvieren. Meine Güte, was für ein Stress! Und jetzt? Der Afrikaaufenthalt war und wird wohl eine der großartigsten Erfahrungen bleiben, die ich je gemacht habe und machen werde. Praktikum und Studium haben sich erst einmal erledigt, für die nächsten zwei Jahre bin ich versorgt. Mein Alter Ego Phil Page ist auch am Heranwachsen. Bleibt eigentlich gar nichts mehr, worüber man sich Sorgen machen müsste.
Vorsätze? Ich halte nicht viel von Vorsätzen. Vorsätze sehen meistens so aus, dass sich die 120kg schwere Frau im mittleren Alter vornimmt, im nächsten Jahr Sport zu treiben, abzunehmen und mit dem Rauchen aufzuhören. Und an Weihnachten im nächsten Jahr sitzt sie wieder da, hat 10 Kilo zugenommen und steckt sich eine nach der anderen an. Vorsätze gibt es also keine. Nur Vorhaben. Und das Vorhaben ist, die Welt besser kennen zu lernen. Mehr zu reisen. Soweit mir das mein kärglicher Jahresurlaub ermöglicht.
Manche sagen: “Wieso wird der Jahreswechsel eigentlich gefeiert? Das neue Jahr wird doch genauso beschissen wie dieses!”. Und Recht haben sie! Otto Normalbürger ballert ein paar Millionen Euro in die Luft, nippt am Sekt, gießt Blei und freut sich. Und dennoch ist das Feiern des Jahreswechsels wichtig. Weil er eben dazu anregt, nachzudenken. Sich zu überlegen, was war, und was sein könnte. Zusammenzukommen und das vergangene Jahr zu feiern. Ob es nun ein gutes oder ein schlechtes war. Einfach nur, um das Leben zu zelebrieren.
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30.12.2007 -
20:21 von Moritz Homann in