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Music Was My First Love

Geschrieben am 26.11.2007 - 21:55 von Moritz Homann in Musik.

Meine erste CD, das war was ganz verrücktes. Die habe ich geschenkt bekommen von jemandem, der sie nicht gebrauchen konnte. Da war ich so etwa neun oder zehn Jahre alt. Stereoanlage hatte ich schon eine, und Musik hatte ich auch schon. Vorher aber nur auf Kassette. Meine erste, gekaufte Musik waren die Schlümpfe. “Techno is cool” hieß die Scheibe. Und siehe da, heute noch aktuell wie eh und je. :D

Aber auf was ich eigentlich hinaus will, ist der Wandel, den die Musik durchmacht. Mit 13 etwa habe ich mir zum ersten Mal Musik heruntergeladen. Das war damals N*Sync – Bye Bye Bye, das weiß ich noch genau. Davor ging es stets nach dem selben Schema: Ein Lied aus dem Radio toll gefunden, das Taschengeld gespart und für damals 10 DM die Maxi-CD davon gekauft, mit dem Original-Lied und ein paar Remixes, mit denen man damals sowieso nichts anfangen konnte. Diese CD wurde dann rauf und runter gehört, bis man sie auswendig konnte.

Heute hat Musik längst nicht mehr einen so hohen Stellenwert. Was der internetaffine Mensch an Musik haben will, das bekommt er, ob nun illegal und gratis oder über einen Online-Shop. Zehn Sekunden Suche, 20 Sekunden Download, fertig. Früher? Früher ging man in den Laden, musste die CD suchen, eventuell sogar den Verkäufer danach fragen oder gar die CD bestellen. Wer heute noch für Musik bezahlt, wird mancherorts für verrückt erklärt. Da heißt es dann: “Ich kann mir das nicht leisten! Überhaupt, ist Musik so teuer!”. Aber sie ist ja auch wertvoll. Und was soll denn unsere Vorgänger-Generation sagen, die noch nach Platten gestöbert und für das Objekt der Begierde auch mal das ganze Monatstaschengeld hinegelegt haben.

Jaja, früher war alles besser. Mir fällt das jetzt gerade auf, weil ich mich ein wenig mit iTunes befasst habe. Gefällt mir gut, das Programm. Sobald Apple von DRM Abstand nimmt, ist das durchaus ein vernünftiges Ding. Hier muss man ganz klar sagen, dass es auch an der Musikindustrie liegt, die das Musik-Kaufen im Internet derzeit denkbar unattraktiv gestaltet. Wenn ich schon bereit bin, für meine Musik zu bezahlen, will ich doch die größtmögliche Qualität und alle Freiheiten. Nicht eingeschränkte Wiedergabe, Lizenzerwerb und maximal achtmal brennen. Hierbei schon wieder Vorreiter: Die elektronische Musik. Meine House-Tracks bekomme ich als 320kbit/s-Mp3s, ohne jeglichen DRM-Müll.

Fazit: Musik ist ein wertvolles Gut, und als solches sollte man sie auch ansehen. Beziehungsweise anhören. Außerdem war früher alles besser. Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss meine Pfeife stopfen. Und der Schaukelstuhl knarzt auch schon wieder.

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3 Kommentare zu “Music Was My First Love”

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