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Fernweh im Paradoxen

Geschrieben am 25.11.2007 - 14:19 von Moritz Homann in Allgemein, Fotografie, Technik.

Schon wieder ein Apple-Produkt hier. Ich lasse mich mehr und mehr in den ganzen Hype hineinziehen. Neustes Objekt der Begierde: Der iPod Touch. Der normale iPod hat mir nie so wirklich gefallen, aber die Touch-Version ist einfach nur toll. Und das Ganze dann mit MacBook und schön synchronisieren und iTunes und Musik shoppen und sliden und zoomen und überhaupt. Ich muss mehr Geld verdienen.

Was mich außerdem beeindruckt hat, ist diese Reportage, die ich über ein Fotografie-Forum entdeckt habe. Es geht dabei um ein Fotografen-Team in Israel. Dass das nicht ganz einfach ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Aber die ganze Reportage ist unglaublich toll gemacht, starke Bilder. Vor allem die Szene, wo ein Fotograf durch eine Panzergranate schwer verletzt und zu Boden gerissen wird, am Boden aber noch zweimal auslösen kann. Dieses Foto ist dabei herausgekommen.

Und irgendwie würde mich sowas auch reizen. Weg vom Alltag, mal was ganz Krasses. Jeden Tag ergeben wir uns aufs Neue irgendwelchen Egalitäten und haben den Blick über den Tellerrand gänzlich vergessen. Ich will was neues sehen. Gleichzeitig will ich aber auch den Komfort und die ganzen kleinen Errungenschaften des Fortschritts nicht missen, auch wenn es nur der CoverFlow vom iPod Touch ist. Abgesehn davon, dass sowas natürlich hochgefährlich ist.

Nunja, sei diese Überlegung mal zurückgestellt; in den nächsten Tagen wollte ich mich jetzt noch nicht für ein Praktikum bei Reuters Israel bewerben. Aber wer weiß, was kommt. Auf jeden Fall kommen wird jedoch die Weihnachtszeit, inwischen schon unübersehbar angekündigt, auch in der Stadt, durch einen großen Weihnachtsbaum und die ersten Weihnachtsmarkt-Stände. Durch unser Wohnzimmer klingen schon “Thank God It’s Christmas” und “All I Want For Christmas Is You” und all das, was man eben so braucht zur Weihnachtszeit.

Weihnachten…war früher auch irgendwie interessanter. Wo man noch die Raumstation mit Spaceshuttle auf den Wunschzettel geschrieben hat und dann überglücklich war, wenn man sie auch bekam. Wo noch der Adventskalender irgendwo hing und es jeden Tag ein Highlight war, das jeweilige Türchen zu öffnen. Und heute? Ist das alles doch irgendwie schon ausgelutscht. Was auch ausgelutscht ist, ist “Last Christmas” von Wham. Gott sei Dank, gibt es jetzt einen House-Remix davon. Passend direkt auf pinkem Vinyl. Was mir Angst macht: Das Ding verkauft sich gut. Ein Glück wird das wohl nie durch unser Wohnzimmer schallen. Und wenn dann bald im Club “Last christmas” gespielt wird und die Menge am besten noch Seven Nation Army dazu singt, dann muss ich mich wohl auf die Tanzfläche erbrechen. Schöne Bescherung.

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Ein Kommentar zu “Fernweh im Paradoxen”

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