Lasst euch nicht veräppeln
Apple hier, Apple da. Seit nunmehr zwei Monaten hab ich einen neuen Kollegen, oder besser gesagt, seit zwei Monaten hab ich überhaupt einen Kollegen. Mit dem ich dann bald den Onlinebereich rocken darf und werde. Allerdings treffen da nun zwei Welten aufeinander. Die Zusammenarbeit funktioniert trotzdem großartig, nur ein Streitpunkt wird wohl immer bleiben.
“Ohhhh jetz isses wieder abgestürzt, des drecks Windows”, nölt mein Kollege, “des scheiß Windows!”. Nervenriss meinerseits. “Das kommt nicht aufs Betriebssystem an, das kommt drauf an, wer davorsitzt”, gebe ich zurück, in meinem Windows-Stolz verletzt. Zumindest seit XP ist Windows doch ein durchaus brauchbares Betriebssystem! “Ach, Müll, bei Apple geht das alles viel einfacher”, erwidert Kollege. Er ist davon überzeugt, dass bei Apple alles schick, schnell und idiotensicher ist. Ich bin davon überzeugt, dass bei Apple alles klickibunti, schnell und für Vollidioten ist. Aber so langsam beginnen er und das Apple-System, mich zu überzeugen.
Den iPod hab ich noch nie gemocht. Apples Design in Ehren, aber den iPod halte ich für einen Fehlgriff. Der iPod Touch und das iPhone hingegen sind großartig. Und auch das MacBook sieht recht schnuckelig aus. Klein und weiß. Und alles fliegt und wechselt irgendwie grafisch hin und her. Einziger Nachteil: Es ist scheiß teuer, und viele Apple-Gegner argumentieren (durchaus zu Recht): Wozu soll ich 200 Euro mehr ausgeben, wenn ich dasselbe Notebook mit Windows haben kann? “Windows is kein Apple”, würde mein Kollege sagen. Und vielleicht hat er ja Recht. Ich jedenfalls liebäugle nun mit einem MacBook. Schließlich sollte man das auch mal ausprobiert haben. Überhaupt, den ganzen Apple-Mythos. Mit iChat, iTunes, iLife, iWork und weiß Gott nicht was noch alles. Ob das nur für Designschlampen ist (wie ich ja eigentlich auch eine bin) oder ob da mehr dahintersteckt. Ob die 200 Euro Aufpreis einfach nur in Egoverlängerung gesteckt werden oder ob das mit Qualität gerechtfertigt wird. Und überhaupt.
Unterdessen ist es Winter geworden, aber richtig. Heute hat es meiner Beobachtung nach den ganzen Tag geregnet. Morgens bin ich bei grauem Himmel zum Blutspenden aus dem Haus gegangen, abends nach der Arbeit bei schwarzem Himmel zurückgekehrt. Mein Tipp: Sommer ins Ohr! Einfach mal die Sommerhits der letzten Jahr zusammensuchen, den Mp3-Player (vielleicht sogar den iPod?) eingesteckt und sich über das trübe Wetter mit sommerlichen Klängen hinwegtrösten. Jahreszeiten sind sowieso nur eine Sache der Einstellung. Lasst euch nur nicht vom Wetter veräppeln.
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23.11.2007 -
22:37 von Moritz Homann in