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Von Filmkommentierern und Halloween

Geschrieben am 11.11.2007 - 14:24 von Moritz Homann in Allgemein, Fotografie.

Hier geht es allerdings nicht um den kapitalistisch orientierten Feiertags-Amerikaplagiat-Müll, sondern um den Film. Der wurde jetzt neu aufgelegt und ich muss zugeben, die früheren Teile nicht gesehen zu haben. Jedenfalls nicht komplett und nicht so, als könnte ich mich jetzt daran erinnern. Der neue ist aber schon hart, mit dem jungen Michael Myers, 10 Jahre alt, metzelt seine komplette Familie nieder. Da stellt man auch fest, wie abgestumpft wir schon sind. Früher gab es vermutlich helle Aufregung, wenn in einem Film Blut zu sehen war, heute ist es schon relativ langweilig, wenn ein 10-Jähriger seine Schwester mit dem Küchenmesser absticht. Bin mal gespannt, wie Horrorfilme in 10 Jahren aussehen. Aber sonst ist “Halloween” wirklich ein guter Horrorfilm, nicht zu abgedroschen, Langeweile kommt nie auf, sogar Überraschung ist vorhanden.

Besonders prickelnd ist im Kino dann natürlich folgende Situation: Spannende Musik, alles dunkel, der Mörder schleicht sich gerade von hinten an das Pärchen heran. Man hält den Atem an, verkrampft ein wenig, wartet auf den Höhepunkt. Und der kommt. Allerdings nicht auf der Leinwand, sondern von rechts hinter einem, wo Unterschichten-Frau X Unterschichten-Mann Y anblökt: “Ey kumma der steht schon dahintn!”.
Sind wir hier im Kasperletheater? Sind wir das? Müssen wir dem Kasperle sagen, dass jetzt das böse Krokodil von hinten kommt? Müssen wir das? Ich glaube nicht. Genausowenig, wie wir im Bierzelt mitklatschen und in der Disko “Dööööö-dö-dö-dö-dööööö-döööö” singen müssen. Und ich kann auch auf “Ja ey der bringt die eh net um weil die isch ja später noch am Lebn weisch” und “Ey der isch net tot, der kommt beschdimmd nommal” im Kino verzichten. Vor allem in Horrorfilmen. Verdammt noch mal.

Aber ich will mich nicht aufregen, immerhin gibt es im Moment den 24-Stunden-Spongebob-Marathon; das tröstet doch über einiges hinweg. Außerdem ist mir gestern langweilig gewesen, sodass ich mir überlegt habe, wo hinein ich denn mal wieder mein immenses Gehalt investieren könnte. So was endgültiges ist dabei leider nicht herausgekommen, eventuell geht es aber in Richtung Fotografie. So ein paar Beleuchtungsgeschichten, Slave-Blitze und Schirme und sowas. Damit man eventuell auch mal ein “professionelles” Fotoshooting machen kann, so richtig mit Model und Licht und vielleicht sogar Makeup und so Zeug. Dafür bräuchte ich eigentlich auch gleich noch eine Wohnung. Aber das steht noch alles in den Sternen. Und Sparen ist auch mal nicht verkehrt.

Ein früherer Golftrainer von mir hat immer gesagt, wenn mal wieder einer von uns Jungen getrödelt hat “Come on Morris, Weinacktn kommt!” Und ich habe das Gefühl, Weinacktn Weihnachten kommt tatsächlich. Also, natürlich kommt es, das Fest ist ja jedes Jahr datumstechnisch relativ exakt festgelegt, aber schon jetzt kommt weihnachtliche Stimmung auf. Vor allem natürlich durch das Scheißwetter, aber auch sonst. Man hört wieder ruhigere Musik, wird ein wenig besinnlich, stellt sich eine Tanne ins Wohnzimmer und all sowas. Ich mag Weihnachten. Auch wenn es früher noch schöner war, mit Wunschzettel und Adventskalender und so. Aber auch jetzt ist es noch schön. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachts-Vorzeit.

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Ein Kommentar zu “Von Filmkommentierern und Halloween”

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