Entscheidung und Winterwochenende
Nun ist sie also beschlossen, die Überwachung. Hat die letzten Tage vor der Abstimmung das Medieninteresse doch noch zugenommen, ist der endgültige Beschluss jetzt auf den wenigstens Nachrichten-Websites ganz vorne zu finden. Dazu will ich nun auch gar nicht mehr Worte verlieren, außer vielleicht noch am Rande erwähnen, dass CDU, CSU und SPD mit bedeutender Mehrheit dafür, FDP, die Linke und die Grünen mit bedeutender Mehrheit dagegen gestimmt haben. Auch beide Abgeordnete aus meiner Umgebung, nämlich Gunther Krichbaum und Katja Mast, haben dafür gestimmt. Was sich dabei noch weiteres ergibt, wird sich zeigen. Ich glaube nicht, dass es damit schon vorbei ist. Klar, so schlimm ist es nicht, es werden ja keine Inhalte gespeichert und überhaupt, wir haben nichts zu verbergen, bla bla. Aber Hitler hat uns am Anfang auch Arbeitsplätze gebracht. Mit Verlaub.
Unterdessen ist der Winter eingekehrt, und zwar mit einer Härte, das ist nicht mehr schön. Nicht nur, dass es mir auf einem Videobeitrag den Ton einer Sequenz mehr oder weniger komplett verrissen hat, ist es einfach saukalt und unschön geworden. Und wahrscheinlich wirds auch nicht mehr schon. Dann kommt jetzt noch Schnee und Glätte und der ganze Winter, das ist doch alles nicht mehr schön. Am liebsten wäre ich wieder in Afrika. Das stimmt wirklich! Zwar nicht für mein ganzes Leben, aber ein kurzer Aufenthalt wäre schon toll.
Eigentlich ist das aber vielleicht auch gar nicht sooo schlecht, mit dem schlechten Wetter. Denn ich hab mich schon wieder mehr oder weniger auf was eingelassen, von dem ich noch nicht hundertprozentig überzeugt bin. Da meine Lebensgestaltung im Moment dank Arbeit, Arbeit und Arbeit nicht allzu sehr vor Action strotzt, habe ich mich an jemanden gewandt, der jetzt vielleicht wieder Action reinbringen kann: Nämlich an Karlheinz Rehm. Gut, das mag jetzt im Moment nicht nach der Riesen-Action klingen, doch der Mann führt Tandem-Fallschirmsprünge durch. Und sobald das Wetter gut ist (was im Moment eben aber auch ein paar Monate dauern könnte), werde ich wohl mal einen solchen Sprung wagen. Bestimmt aufregend! Aber jedem, der sowas vielleicht auch mal vorhat, sei geraten: Gebt vorher bloß nie bei YouTube “Parachute” oder “Skydiving” ein. Danach habt ihr echt keine Lust mehr.
Inzwischen hab ich auch mein Buch “Nachtschatten” durch, und gebe hiermit eine absolute Leseempfehlung raus. Das Ding strotzt nur so vor interessanter und tiefgründiger Aussagen, das Ganze verpackt in eine wortgewandt formulierte, aber nie langweilige Schreibweise. Unheimlich viele Lebensweisheiten kommen darin vor, die sozusagen nur so nebenbei erwähnt werden. Also wirklich absolut zu empfehlen.
So langsam rückt auch der 16. November näher, und wer Pforzheimer ist, weiß, was da ansteht: StilBruch 2*007. Die Party im Hauptbahnhof. Inzwischen sechs DJs, mehrere Gastronomen und Marketing- und Licht-/Tontechnik-Experte Sascha Freiesleben sorgen dafür, dass der Hauptbahnhof an diesem Tag bebt. Hinzu kommen Live-Stylings, Fotoshootings und ein Catwalk, über den mehrere leckere Models wandeln werden. Auch ich muss so langsam meine virtuelle Plattenkiste packen, aber es ist ja noch ein wenig Zeit. Und rausgehen kann man ja eh nicht. Drecks Winter. Wer hat den eigentlich erfunden?
Trackback
Permanent Link
09.11.2007 -
22:18 von Moritz Homann in